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Maas-Auftritt in der Türkei : Ein Tiefpunkt in der Geschichte der Groko

Außenminister Heiko Maas während der Pressekonferenz mit seinem türkischen Amtskollegen am Samstag in Ankara Bild: AP

Man kann verstehen, dass Maas verärgert darüber war und ist, dass die Verteidigungsministerin ihn per SMS über ihre Pläne zu Nordsyrien informierte. Aber seine beleidigte Reaktion ist peinlich.

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          Sein türkischer Gastgeber Cavusoglu hatte den deutschen Außenminister aufgefordert, nicht mit erhobenem Zeigefinger nach Ankara zu kommen. Erdogans Außenminister konnte zufrieden sein, seine Reisewarnung kam an. Der „liebe Heiko Maas“ nutzte vielmehr den Besuch in der türkischen Hauptstadt, um den Streit mit Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer über deren Vorschlag, eine internationale Schutzzone im Norden Syriens einzurichten, aller Welt vorzuführen – auf eine Art, die zu Recht als peinlich empfunden wurde.

          Keine Chance habe der Vorschlag der CDU-Vorsitzenden, darin waren sich Cavusoglu und Maas einig, man habe nur kurz darüber gesprochen. Offenkundig haben die Minister dann vor allem über die vollendeten Tatsachen gesprochen, welche Russland sowie die Türkei mit ihrem völkerrechtswidrigen Einmarsch in Syrien geschaffen haben. Vermutlich folgenlos.

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