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„Sachkundenachweis“ : Grüne wollen Haustiere besser schützen

Vier kleine Kätzchen in Sieversdorf (Brandenburg) Bild: dpa

In der Pandemie erlebt Deutschland einen Haustier-Boom. Aber nicht alle Halter kennen die Bedürfnisse ihrer Tiere. Die Bremer Grüne wollen das nun ändern und haben das Thema auf die politische Agenda gesetzt.

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          Die Tierheime sind leer wie nie, die Wartelisten der Hundezüchter werden länger und länger, und die Handelskette „Fressnapf“ vermeldet Rekordumsätze. Allesamt klare Hinweise darauf, dass Deutschland einen Haustier-Boom erlebt: Der Mensch sehnt sich in der Pandemie offensichtlich nach Begleitung. Die Frage, ob dabei auch die Bedürfnisse der Tiere ausreichend im Blick sind, stellen Tierethiker schon länger und beklagen, dass schon die Haltung eines Kaninchens in einem Käfig nicht artgerecht ist und Tierquälerei bedeutet.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Die Bremer Grünen haben sich vorgenommen, den Tierschutz in privaten Haushalten nun auch auf die politische Agenda zu setzen. Die Fraktion hat ein Positionspapier vorgelegt, das auf einen Wandel der Tierhaltung und mehr staatliche Kontrollen hinausläuft. Tierschutz sei „keine rein individuelle Verantwortung“, heißt es darin. Zu Diskussionen dürfte vor allem ein Vorschlag führen: Jeder Bürger, der im privaten Rahmen Tiere hält, soll künftig einen „Sachkundenachweis“ erbringen müssen.

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