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Gewalt von rechts : Hessen, Land der Nazis?

Nach dem Mord an Walter Lübcke demonstrierten Anhänger der Partei „die Rechte“ im Juli 2019 in Kassel Bild: dpa

Nach dem Anschlag von Hanau fragen viele, ob Hessen ein besonderes Problem mit Rechtsextremisten hat. Die Antwort ist: Jein.

          5 Min.

          Es zieht sich eine rechtsextreme Blutspur durch Hessen. Nach dem Massenmord von Hanau fragt man sich unwillkürlich: Wieso schon wieder Hessen? Schreiten hier besonders viele Rechtsextreme zur Tat?

          Livia Gerster
          Redakteurin in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Ein Blick zurück: In den achtziger Jahren griff die rechtsterroristische Hepp-Kexel-Gruppe amerikanische Soldaten mit Sprengstoff an. In den Neunzigern gab es Anschläge auf Flüchtlingsheime: In Lampertheim starb dabei eine dreiköpfige Familie aus Sri Lanka, in Hohenstein war der Täter jener Mann, der heute dringend verdächtigt wird, den Politiker Walter Lübcke erschossen zu haben. 2001 erstach ein Neonazi eine Ladenbesitzerin in Fulda – ein „Aufnahmeritual“, um Teil der „Deutschen Heidenfront“ zu werden.

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