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Polizeigewalt : Hat auch Deutschland ein Problem mit rassistischen Ermittlern?

Teilnehmerinnen einer Kundgebung auf dem Alexanderplatz in Berlin protestieren gegen Rassismus und Polizeigewalt. Bild: dpa

Die SPD-Vorsitzende Esken hat auch der deutschen Polizei „latenten Rassismus“ unterstellt und bekommt dafür massiven Gegenwind. Kommt Deutschland um eine eigene Debatte herum?

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          Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) reagierte am Montag „stark verwundert“. Der Vorwurf des „latenten Rassismus“ habe mit der Realität nichts zu tun, sagte der stellvertretende Vorsitzende Dietmar Schilff der F.A.Z. Es sei zwar „richtig und wichtig“, die politischen Auseinandersetzungen über Rassismus, Polizeigewalt und Regierungshandeln in Amerika „auch auf unseren Straßen zu thematisieren“. Ein Zusammenhang zur deutschen Polizei lasse sich aber nicht konstruieren, hatte es schon zuvor in einer Mitteilung der Gewerkschaft geheißen.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Marlene Grunert
          Redakteurin in der Politik.

          Anlass war eine Äußerung der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken in den Zeitungen der Funke Mediengruppe gewesen. Esken hatte darin begrüßt, dass „Zigtausende Demonstranten in aller Welt“ aufgestanden seien, weil der gewaltsame Tod von George Floyd durch einen Polizeieinsatz in den Vereinigten Staaten kein Einzelfall sei. Dann sagte sie: Auch in Deutschland gebe es „latenten Rassismus in den Reihen der Sicherheitskräfte“.

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