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CSU-Landesgruppenchefin : Hasselfeldt kandidiert als Präsidentin des DRK

  • Aktualisiert am

Wie weiter nach dem Bundestag? Die bisherige CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt kandidiert nicht mehr für den Bundestag. Bild: EPA

Nach dreißig Jahren im Bundestag stellt sich Gerda Hasselfeldt für die kommende Legislaturperiode nicht mehr zur Wahl. Für ihre Zeit nach dem Bundestag hat die CSU-Politikerin aber schon eine neue Aufgabe gefunden.

          Die scheidende CSU-Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt will Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) werden. „Wir freuen uns sehr, dass sich mit Frau Hasselfeldt eine engagierte und bundesweit anerkannte Persönlichkeit zur Kandidatur für dieses wichtige Amt bereiterklärt hat“, teilte der Vorsitzende des DRK-Präsidialrates, Hans Schwarz, am Freitag mit. Die Wahl zu dem Spitzenposten soll bei der DRK-Bundesversammlung am 1. Dezember in Berlin erfolgen.

          Damit würde Hasselfeldt Nachfolgerin von Rudolf Seiters. Das CDU-Mitglied Seiters, der früher auch Chef des Bundeskanzleramtes und Innenminister war, hatte im vergangenen Jahr den Führungsgremien des DRK mitgeteilt, dass er nach 14 Jahren Präsidentschaft nicht für eine weitere Wahlperiode zur Verfügung steht. Seiters wird im Oktober 80 Jahre alt.

          Der Generalsekretär des DRK, Christian Reuter, hatte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zuvor bestätigt, Hasselfeldt habe im Sommer gegenüber Seiters und Schwarz ihre Bereitschaft erklärt, Seiters nachzufolgen. Das Präsidium des DRK und der Präsidialrat, in dem die Landesverbände vertreten sind, hätten sich jeweils einstimmig auf Hasselfeldt verständigt.

          Die 67 Jahre alte Hasselfeldt war schon bisher auf lokaler Ebene in Bayern im Roten Kreuz engagiert. Dem Bundestag gehört sie seit 1987 an. Nach der Bundestagswahl 1990 war die CSU-Politikerin Bauministerin und dann Gesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 war sie Vizepräsidentin des Bundestages. Seither ist Hasselfeldt die Vorsitzende des CSU-Landesgruppe. Im Frühjahr hatte sie mitgeteilt, nicht wieder für den Bundestag zu kandidieren.

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