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Mobilitätswende in Hannover : Autofrei statt autogerecht

Grüner Oberbürgermeister: Belit Onay Ende April im Tiergarten von Hannover bei einer Pflanzaktion zum Tag des Baumes Bild: dpa

Hannover gilt als Sinnbild einer autogerechten Stadt. Der grüne Oberbürgermeister will das ändern und legt einen Plan vor.

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          In einem Artikel mit dem Titel „Das Wunder von Hannover“ schwärmte die Zeitschrift „Der Spiegel“ 1959 über die „autobahnähnlichen, kreuzungsfreien Straßen, über die der Fern- und Durchgangsverkehr ohne Geschwindigkeitsbegrenzung surrt“. Das Thema des Textes war die Strategie des einflussreichen Stadtbaurats Rudolf Hillebrecht, der die starken Kriegszerstörungen in der niedersächsischen Landeshauptstadt nutzte, um dort eine „autogerechte Stadt“ zu errichten, die beispielgebend für andere Städte werden sollte.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.

          Jetzt will Hannover dem deutschen Städtebau wieder die Fackel vorantragen, allerdings in die entgegengesetzte Richtung: Hannover soll laut Oberbürgermeister Belit Onay zur „Blaupause“ für eine ökologische Mobilitätswende werden. Der 2019 gewählte Grünen-Politiker hebt hervor, dass es ihm nicht nur darum gehe, die Verbrenner aus der Stadt herauszudrängen und den freiwerdenden Platz an Fußgänger und Radfahrer zu verteilen. Das Ziel ist umfassender. Die Innenstadt von Hannover soll eine höhere Aufenthaltsqualität und mehr Klimaresilienz bekommen.

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