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Hamburger FDP-Vorsitzende : Katja Suding zieht sich aus Politik zurück

  • Aktualisiert am

Sie macht persönliche Gründe gelten: Katja Suding verlässt die Politik. Bild: dpa

„Für mich ist im nächsten Jahr Schluss“, sagt die 44 Jahre alte Bundestagsabgeordnete. Mit der Wahlschlappe der Elbliberalen begründet sie ihre Entscheidung nicht.

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          Gut ein halbes Jahr nach der Wahlschlappe der FDP in Hamburg hat die Landesvorsitzende Katja Suding überraschend ihren Rückzug aus der Politik angekündigt. „Für mich ist im nächsten Jahr Schluss“, sagte die 44 Jahre alte Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Bundesvorsitzende am Samstag beim Landesparteitag der Elbliberalen. Sie werde weder bei der Bundestagswahl antreten noch erneut für den Landesvorsitz kandidieren. Auch für den Bundesvorstand wolle sie sich nicht mehr bewerben.

          Dies sei „keine Entscheidung gegen die FDP, gegen den Landesverband oder gegen eine Person“, sagte Suding. Die Entscheidung sei aus persönlichen Gründen gefallen. „Mir war immer klar, dass ich mein Berufsleben nicht mit der Politik beenden werde.“ Sie wolle ihr Bundestagsmandat aber bis zum Ende der Legislatur „mit voller Kraft“ weiterführen und werde der FDP auch darüber hinaus als Mitglied angehören.

          Vor rund zehn Jahren sei sie „ziemlich plötzlich“ aus einem „sehr schönen“ Berufsleben in die Politik gegangen, „habe mich da in die Pflicht nehmen lassen“, resümierte Suding. „Ich habe das gemacht mit allen Chancen und Risiken.“ Es seien „wunderbare, spannende und bewegende Jahre“ gewesen.

          2011 hatte die PR-Beraterin die Hamburger Liberalen nach zwei Legislaturen außerparlamentarischer Opposition als Spitzenkandidatin zurück in die Bürgerschaft geführt. „Ich habe es gemacht, weil ich wirklich Lust auf diesen Job hatte“, sagte die zweifache Mutter. Für sie persönlich habe sich dadurch aber „eine ganze Menge verändert“.

          Als die FDP 2013 aus dem Bundestag flog, sei sie Teil des Teams von Christian Lindner geworden, „das den Wiedereinzug in den Deutschen Bundestag organisieren sollte.“ 2014 übernahm sie den Hamburger Landesvorsitz. Ein Jahr später wurde sie zur stellvertretenden Bundesvorsitzenden gewählt.

          Die Bürgerschaftswahl 2015 sei auch für die Bundespartei sehr wichtig gewesen, weil die FDP in Hamburg erstmals seit dem Ausscheiden aus dem Bundestag wieder in ein Landesparlament einziehen musste. „Das sollte eine Trendwende auf dem Weg zum Comeback der Bundespartei einleiten.“ Mit Suding, die sich mit frechen Slogans wie „Unser Mann in Hamburg“ in Szene setzte, holte die FDP 7,4 Prozent.

          2017 wurde sie in den Bundestag gewählt. Auch nach ihrem Wechsel nach Berlin behielt Suding die Zügel im Hamburger Landesverband in der Hand.

          Bei der Bürgerschaftswahl im Februar scheiterte ihre FDP mit 4,9 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Seither sind die Liberalen nur noch durch die Einzelabgeordnete Anna von Treuenfels-Frowein im Landesparlament vertreten, die in Blankenese ein Direktmandat erhielt.

          „Das ist ein sehr, sehr bitteres Ergebnis, mit dem wir auch unsere Wahlziele verfehlt haben“, sagte Suding. Grund dafür sei auch das schlechte Bild der Bundespartei zu Jahresbeginn gewesen, das durch die Wahl von Thomas Kemmerich zum Thüringischen Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD massiv Schaden genommen habe. Zudem habe das Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem SPD-Bürgermeister Peter Tschentscher und seiner Grünen-Herausforderin Katharina Fegebank die FDP Stimmen gekostet.

          Suding rief die Parteimitglieder zu Geschlossenheit auf und dazu, sich hinter von Treuenfels zu stellen, die nun in der Bürgerschaft alle Last allein auf ihren Schultern trage. Geschlossenheit sei eine Voraussetzung für Wahlerfolge und den Wiedereinzug in die Bürgerschaft in fünf Jahren.

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