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Ehemaliger Kanzlerkandidat : Hackerangriff fiel durch Anrufe bei Martin Schulz auf

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Martin Schulz am Telefon: Der oder die Hacker riefen bei ihm mit unbekannter Nummer an. Bild: dpa

Martin Schulz war offenbar an der Aufdeckung des Hackerangriffs beteiligt. Nachdem der SPD-Politiker auf seinem privaten Mobiltelefon mehrfach mit unbekannter Nummer angerufen wurde, ließ er das LKA einschalten.

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          Die massenhafte Veröffentlichung privater Daten von Politikern und Künstlern ist durch Anrufe von Unbekannten bei dem SPD-Politiker Martin Schulz bekannt geworden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur (dpa) aus Sicherheitskreisen. Den Angaben zufolge hatte ein Mitarbeiter des ehemaligen Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten am Donnerstag der Polizei in Aachen mitgeteilt, Schulz sei von Fremden auf seiner nicht öffentlich zugänglichen Nummer angerufen worden. Daraufhin wurde den Angaben zufolge auch das Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen aktiv. Der Bundestag erfuhr dann in der Nacht, dass auch zahlreiche andere Abgeordnete betroffen sind.

          Ein bislang noch unbekannter Twitter-User hatte im Dezember – zunächst weitgehend unbemerkt – Listen mit Telefonnummern, Adressen und anderen Daten von Prominenten ins Netz gestellt. Die Fremden, die Schulz anriefen, sollen nicht unfreundlich gewesen sein. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen war der Ton der Unterhaltungen „weder bedrohlich noch beleidigend“.

          Grünen-Chef Robert Habeck und der Grünen-Abgeordnete Konstantin von Notz erstatteten derweil wegen der Veröffentlichung von Daten im Internet Strafanzeige gegen Unbekannt. Die beiden gehören zu den Betroffenen, von denen besonders viele Daten ins Netz gelangt sind. Er habe den Fall am Freitagmorgen angezeigt, sagte von Notz der dpa. Wie es zu dem Datendiebstahl habe kommen können, sei bisher nicht exakt nachvollziehbar. „Die Daten sind divers, aus unterschiedlichen Zeiträumen. Es ist sehr ärgerlich.“ Ein Parteisprecher der Grünen sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) und der dpa, auch Habeck habe Anzeige erstattet. Auch die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Britta Haßelmann, tat dies, wie sie dem RND sagte. Das rate sie auch allen Betroffenen. Haßelmann ermahnte die Sicherheitsbehörden, den Angriff rasch aufzuklären. Das Thema IT-Sicherheit solle zudem in den zuständigen Gremien im Bundestag behandelt werden.

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