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Hackerangriff : Datendieb bedient sich im Goldladen der AfD

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AfD-Aushängeschilder Bernd Lucke und Hans-Olaf Henkel (rechts) im Haus der Bundespressekonferenz Bild: Lüdecke, Matthias

Die AfD hat ihren Goldhandel im Internet nach einer Sicherheitspanne gestoppt. Ein Unbekannter hatte sich Zugang zu dem Server verschafft und konnte auf Kunden-E-Mails zugreifen. Die Partei vermutet ein politisches Motiv.

          Die Alternative für Deutschland (AfD) ist Ziel eines Hackerangriffs geworden. Ein Unbekannter habe sich Zugriff auf E-Mails verschafft und die Daten einer zweistelligen Zahl von Kunden des Online-Goldhandels der AfD vergangene Woche im Internet veröffentlicht, teilte Parteisprecher Christian Lüth mit. „Es saß jemand auf dem Server, der E-Mails mitlesen konnte.“ Es seien mutmaßlich nicht nur einzelne Mails gelesen worden. „Wir gehen davon aus, dass das politisch motiviert war.“

          Die rechtskonservative Partei will mit dem Verkauf von Goldbarren und -münzen ihre Parteifinanzen sanieren und hofft, zwei Millionen Euro zu erlösen. „Der Server wird derzeit von Sicherheitsbeamten überprüft“, sagte der Sprecher. Unklar ist bislang, ob der oder die Hacker von außen eindrangen oder ob ein Maulwurf in der AfD aktiv wurde. „Das ist noch nicht abschließend geklärt“, sagte der Sprecher.

          Derzeit ist der Verkauf gestoppt, der Online-Goldladen soll ab 22. Oktober wieder in Betrieb gehen. Im Internet begründet die AfD die Schließung damit, dass wegen der großen Zahl von Bestellungen die ordnungsgemäße und pünktliche Abwicklung zur Herausforderung geworden sei. Lüth sagte, die AfD habe nach dem Angriff ihren Server schnell abgeschaltet und die Polizei benachrichtigt. Seitdem seien keine Daten mehr veröffentlicht worden. Die Seiten mit den Kundendaten sind nach AfD-Angaben inzwischen auch nicht mehr online.

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