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Hackerangriff auf Landkreis : „Das Fax hat uns erstmal gerettet“

  • -Aktualisiert am

Landrat Andy Grabner im Tagungsraum des Krisenstabs in Köthen. Bild: Robert Gommlich

Die Landkreisverwaltung in Anhalt-Bitterfeld wurde Opfer eines Hackerangriffs, tagelang ging gar nichts mehr. Doch der Landrat will sich nicht erpressen lassen.

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          So oft, wie Landrat Andy Grabner den Begriff „Forensiker“ verwendet, könnte man fast denken, dass es um ein Kapitalverbrechen geht. Menschenleben sind zum Glück nicht zu beklagen, aber ein Verbrechen ist es zweifellos, von dem die Verwaltung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld am Morgen des 6. Juli erfahren musste.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          „Als die Mitarbeiter ihre Rechner hochfuhren, war auf einmal alles anders“, sagt Grabner. Alle Server seien plötzlich verschlüsselt gewesen, es gab keinen Zugang mehr zum System, 144 Fachanwendungen, von der Sozialhilfe bis zur Kfz-Anmeldung, seien seitdem lahmgelegt. Dass es sich hierbei nur um Hacker, also um Kriminelle handeln konnte, die gezielt IT-Netzwerke angreifen, sei allen Beteiligten schnell klar gewesen. Und deshalb sind nun die Forensiker am Start, Spezialisten aus dem gesamten Bundesgebiet, die ermitteln, wo die Verbrecher eingedrungen sind, um welches Virus es sich handelt, wie groß der Schaden ist und ob er noch größer werden kann.

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