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Hacker-Angriff : Erst Flop, dann Staatsaffäre

  • -Aktualisiert am

„Absolute Transparenz“ erleben dieser Tage nicht nur die Besucher der Reichstagskuppel – bei dem Hack-Angriff sind vor allem politische Persönlichkeiten Opfer des Angreifers. Bild: Matthias Lüdecke

Im Dezember veröffentlichte ein Hacker gestohlene Daten von Politikern, Journalisten, Schauspielern und Youtubern. Gemeinsam haben viele Opfer, dass sie politisch eher links stehen – bei der AfD ist kein einziger Diebstahl bekannt.

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          Vielleicht ist Gott in dieser Version nur ein braunhaariger Junge mit Seitenscheitel und einem schiefen Grinsen. Als der Hacker namens „G0d“, der am Freitag die Bundesrepublik mit Enthüllungen in Atem hielt, auf seiner mittlerweile gesperrten Twitter-Seite am 23. Juni 2017 den allerersten Beitrag veröffentlichte, war das Foto eines Jungen im geschätzten Alter zwischen elf und 15 Jahren zu sehen. Beide Daumen reckte dieser in die Luft, im Hintergrund war ein Kamin zu sehen. Sein schwarzes T-Shirt zeigte das Logo eines Spieleservers namens „GommeHD“, auf dem Nutzer in dem Computerspiel „Minecraft“ eine Welt erschaffen – also Gott spielen. Gewiss zeigt das Bild nicht den Hacker, der nach Informationen dieser Zeitung unter Pseudonymen wie „0rbit“, „p0wer“ oder „Troja“ firmierte. Aber es gibt doch einen Hinweis auf das Umfeld, in dem „G0d“ sich bewegt hat. Als scherzhaft weitergereichtes Motiv war das Bild eine Art Insiderwitz der deutschen Youtube- und Gaming-Szene, also unter Menschen, die Mitschnitte von Computerspielen auf die Videoplattform Youtube hochladen, ansehen und kommentieren. Mit dieser im Internet beliebten Form der Unterhaltung war offenbar auch "G0d" verwoben, nur dass seine Vorstellung von einer guten Show weit weniger harmlos ausfiel als ein bloßes Spiele-Video.

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          Am 1. Dezember begann Gott – oder „G0d“, mit der Ziffer Null statt dem Buchstaben O – mit seinem „Adventskalender-Event“, wie er es nannte. Fortan veröffentlichte er jeden Tag einen Beitrag. „Das erste Türchen: Es geht an einen ganz bestimmten lieben Moderatoren, den jeder kennt“, hieß es am 1. Dezember. Gemeint war der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann. Ein Internetlink führte zu einer Internetseite namens „PrivateBin“, die Nutzern anbietet, kostenlos, anonym und ohne Kontrolle Informationen zu teilen. Solche Seiten werden im Internet üblicherweise genutzt, um illegale Links zu verbreiten, die Raubkopien von Programmen, Musik oder Spielfilmen enthalten.

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