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Habeck zu Ampel-Sondierungen : „Scheitern ist eigentlich keine Option“

  • Aktualisiert am

Robert Habeck, Ko-Vorsitzender der Grünen, verlässt den CityCube in Berlin, Ort der ersten Sondierungsgespräche zwischen SPD, FDP und Grünen. Bild: dpa

Zehn Stunden wollen SPD, Grüne und FDP am Montag sondieren. Zuvor macht Robert Habeck nochmals klar, wo es haken könnte: bei der Finanzpolitik. Hier gehe es fast um weltanschauliche Probleme.

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          Vor der nächsten Sondierungsrunde hat der Grünen-Ko-Chef Robert Habeck betont, wie wichtig das Gelingen der Verhandlungen mit der FDP ist. „Scheitern ist eigentlich keine Option“, sagte er am Sonntagabend in der ZDF-Sendung „Berlin direkt“. Sollte wieder eine Koalition aus SPD und Union entstehen, würde Deutschland „durchdrehen“. „Wir müssen uns schon ein bisschen zusammenreißen“, so Habeck.

          Natürlich seien die Finanzen ein „riesiges Problem“. Hier gehe es fast um weltanschauliche Probleme. Man müsse sich aber auch klar machen, dass es wahrscheinlich Projekte gebe, die nur in einer Koalition mit FDP und Grünen wirklich gedeihen könnten, sagte Habeck. Wenn die Verhandlungen hakten, lohne ein Blick „auf das, was verloren geht, wenn es nicht gelingt und ich glaube, das hält uns dann ganz gut zusammen“, sagte Habeck. Jetzt beginne die „Zeit der Fantasie“.

          Zehn Stunden für Beratungen eingeplant

          Die Unterhändler von SPD, Grünen und FDP setzen ihre Gespräche über die mögliche Bildung einer gemeinsamen Regierung an diesem Montag in sogenannten „vertieften Sondierungen“ fort. Für die Beratungen in Berlin haben die Sondierungsteams zehn Stunden eingeplant (09.00 bis 19.00 Uhr). Für das Gespräch haben sie Vertraulichkeit vereinbart, eine Presseunterrichtung im Anschluss ist nicht vorgesehen.

          Bereits am Dienstagvormittag ist eine weiteres vierstündiges Sondierungsgespräch geplant. Danach gibt es erst einmal eine Pause, weil SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz zu einem Finanzministertreffen nach Washington reisen muss. Nach seiner Rückkehr soll es am Freitag mit den Spitzengesprächen weitergehen. Die drei Parteien wollen dann auch eine Zwischenbilanz ziehen und entscheiden, ob weitere Treffen nötig sind.

          Grüne und FDP haben sich die Möglichkeit einer Jamaika-Koalition mit der Union explizit offengehalten, auch wenn sie nun prioritär mit der SPD sondieren.

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