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Guttenbergs Staatssekretär : De Maizière stellt Wichert wieder ein

  • Aktualisiert am

Der ehemalige Staatssekretär und nun Berater im Verteidigungsministerium, Peter Wichert Bild: dapd

Weil er sich in der Kundus-Affäre von seinem Staatssekretär nicht gut informiert fühlte, entließ der damalige Verteidigungsminister zu Guttenberg Peter Wichert. Sein Nachfolger Thomas de Maizière hat ihn nun als Berater wieder eingestellt.

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          Der frühere Staatssekretär im Verteidigungsministerium Peter Wichert - wegen der Kundus-Affäre vom damaligen Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) entlassen - hat nun wieder eine Funktion im Ministerium. Guttenbergs Nachfolger Thomas de Maizière (CDU) stellte Wichert als Berater wieder ein - er sitzt jetzt im Beirat für Innere Führung. Das Ministerium bestätigte am Samstag einen entsprechenden Bericht der „Leipziger Volkszeitung“.

          Guttenberg hatte den Staatssekretär sowie Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan Ende 2009 entlassen, weil er sich von ihnen nicht hinreichend über die Kundus-Affäre informiert fühlte. Bei dem auf deutschen Befehl erfolgten Bombardement zweier Tanklastzüge waren im September 2009 in der Nähe von Kundus (Afghanistan) mehr als 90 Menschen getötet worden. Später wurde der Vorwurf der Akten-Unterschlagung wieder zurückgenommen.

          Wichert war unter verschiedenen Ministern fast 15 Jahre lang als Staatssekretär tätig. Bereits am vergangenen Dienstag bekam er von de Maizière die Ernennungsurkunde überreicht. Der Beirat für Innere Führung soll den Verteidigungsminister bei Fragen von Aufbau, Struktur und Haltung der Bundeswehr beraten. Insgesamt gehören dem bereits 1958 gegründeten Gremium 26 Mitglieder aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens an.

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