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Gutachten im Erzbistum Köln : „Allerdings weiß man bei Frauen eben nie!“

  • -Aktualisiert am

Kardinal Rainer Maria Woelki bei der Pressekonferenz zur Vorstellung des Gutachtens, das den Umgang des Erzbistums mit sexuellem Missbrauch untersucht Bild: dpa

Das Gutachten über den Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln zeigt, wie die Kirche Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern machte.

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          Nach der Veröffentlichung des Gutachtens über den Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln hat der Generalvikar vor ein paar Tagen mitgeteilt, was aus dem Gutachten folgen werde. Dazu zählten bereits bekannte Dinge wie eine unabhängige Aufarbeitungskommission. Aber auch Neues. Zukünftig sollen Akten digitalisiert und vor Manipulation geschützt werden. Außerdem will man strenger kontrollieren, ob Täter sich an Auflagen halten, und in die Priesterausbildung sollen mehr Frauen einbezogen werden.

          Ein weiteres Gutachten, welches das Bistum zuvor lange zurückgehalten hatte, kann seit vergangenem Donnerstag für eine Woche unter Auflagen eingesehen werden. Es geht noch einen Schritt weiter. Die Autoren sprechen von Klerikalismus und raten zu einer Überprüfung des „priesterlichen Selbstverständnisses“. Auch wenn das veröffentlichte Gutachten nicht so weit geht, zeigen die auf Dutzenden von Seiten geschilderten Vorgänge doch dasselbe Bild: Opfern und Menschen, die Missbrauchsfälle im Bistum anzeigten, wurde zu häufig misstrauisch oder gar abwertend begegnet. Täter wurden geschützt.

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