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Gruppenvergewaltigung : Von Männerhorden und Tunichtguten

Einer von elf Angeklagten wird vor dem Prozessbeginn von einem Justizbeamten in einen Gerichtssaal im Landgericht gebracht. Bild: dpa

In Freiburg stehen elf junge Männer vor Gericht, die eine 18-jährige Studentin vergewaltigt haben sollen. Die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ist das Zufall und wie reagiert die Politik darauf?

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          Die Angeklagten im Freiburger Vergewaltigungsprozess heißen Mustafa, Ahmed, Jekar, Muhamad, Kosay, Yahia, Mohamed, Majid, Alaa, Ayham. Nur einer ist deutscher Staatsbürger. Wie lässt es sich erklären, dass sich ausgerechnet acht Syrer, ein Algerier und ein Iraker zusammentaten, um unweit der Freiburger Techno-Disko eine 18 Jahre alte Studentin mehrfach zu vergewaltigen? Warum waren unter den elf mutmaßlichen Tätern nicht mehr Martins und Justins, warum steht nur ein Timo vor den Richtern des Freiburger Landgerichts?

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Dass zumeist junge Männer Frauen seriell oder in einem Gruppenexzess sexuell missbrauchen, hat die Justiz schon häufiger erlebt. Jedes Jahr wird in Deutschland gegen etwa vierhundert Männer ermittelt, die in unterschiedlicher Form in Mehrfachvergewaltigungen verwickelt sind. Von Männern gemeinschaftlich verübte Vergewaltigungen sind auch kein Phänomen, das erst mit der Flüchtlingskrise nach Deutschland gekommen ist. Auch am Landgericht Freiburg ist 1983 schon einmal ein spektakulärer Fall einer „Gruppenvergewaltigung“ verhandelt worden. Die damaligen Täter waren Mitglieder einer Rockergruppe.

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