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Grünes Grundsatzprogramm : Die Welt ist nicht genug

In Bewegung: Die Grünen Bild: dpa

Vorsicht nach der Liebeserklärung an die CDU: Die in die Jahre gekommene Ökopartei ist billig zu haben und durchaus sexy, aber man kann mit ihr arm werden.

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          Man hat fast Tränen in den Augen, wenn man die Liebeserklärung der Grünen an die alte Tante CDU liest. Da will es jemand wissen. Und womöglich finden sie sich ja auch: die ebenfalls in die Jahre gekommene Ökopartei und die Christlich Demokratische Union, die jünger und weiblicher werden will.

          Das Grundsatzprogramm der Grünen spielt geschickt mit Konservativem („achten und schützen“); dass die Grünen an der CDU vor allem deren Pragmatismus bewundern, das spricht Bände.

          Und doch: Die Grünen sind billig zu haben und sexy, aber man kann mit ihnen auch arm werden. Denn selbst wenn sie Freiheit und Würde im Munde führen, so lassen sie doch keinen Zweifel daran, dass eine „starke Besteuerung“ dazu beitragen soll, „ökologische Fehlentwicklungen“ zu vermeiden. Das kann schnell jeden treffen. Und man will natürlich alles, warum nicht, also Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit.

          Das ist ja auch nicht falsch, aber es wird ein Preis zu entrichten sein. Eine „schwarze Null“ im Haushalt ist für die Grünen ohnehin kein Thema. Einen Preis hat auch die von ihnen angestrebte „föderale europäische Republik“. Dabei ist wenig gegen eine weitere Demokratisierung und Parlamentarisierung der EU zu sagen. Deutschland wäre dann aber erst recht der Zahlmeister; das muss man ehrlich sagen. Für die Grünen gibt es, wenn überhaupt, allenfalls „planetarische Grenzen“. Gut, wenn die CDU auf dem Boden bleibt.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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