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Selbstbewusst an die Spitze? : Der grüne Rückzug

Annalena Baerbock und Robert Habeck im Moor des Biesenthalers Beckens am 3. August Bild: REUTERS

Wollten die Grünen nicht mal die linke Volkspartei der Mitte werden? Davon spürt man gerade kaum etwas. Auch vom Kanzleramtsselbstbewusstsein zu Beginn des Wahlkampfes ist wenig geblieben.

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          Die Grünen publizierten in dieser Woche ein Werbevideo, das ästhetisch auch gut als Werbespot für den Kirchentag 1983 in Hannover gepasst hätte. Klar, kann man machen, wenn sich die Kernanhängerschaft abends beim veganen Menü mal so richtig wohlfühlen soll. „Ein schöner Land in dieser Zeit“, so der Titel, ist die leicht abgewandelte Adaption des bekannten Volkslieds.

          Dann wird schief gereimt und noch schiefer gesungen: „Müssen unsere Erde wahr’n – fürs Leben wird es hier zu warm . . . Ohne Fax geht so viel mehr, Bildung und Löhne endlich fair. . . Anschluss an Straße, Bus und Bahn und natürlich auch W-LAN“. Manche sahen das Niveau des „Ingo-Senftleben-Songs“ erreicht, der, wenn es das Internet nicht gäbe, sicher schon längst im Giftschrank des Konrad-Adenauer-Hauses verschwunden wäre. Das Team des brandenburgischen CDU-Spitzenkandidaten hatte 2019 gereimt: „Wer haut Verbrechern auf den Po? Ingo, Ingo.“

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