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Grünen-Spitzenkandidat : Özdemir gewinnt Kampfabstimmung

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Der Grünen-Vorsitzende und Spitzenkandidat Cem Özdemir Bild: EPA

Die Grünen-Basis hat entschieden: Cem Özdemir und Katrin Göring-Eckardt führen die Partei als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf. Das Ergebnis fiel extrem knapp aus.

          Die Grünen haben am Mittwoch in Berlin das Ergebnis ihrer Urwahl der Spitzenkandidaten bekanntgegeben: Demnach gewannen der Parteivorsitzende Cem Özdemir und die Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt das Ringen um die Kandidatur. Sie werden als Spitzenkandidaten den Bundestagswahlkampf bestreiten. Beide Politiker stehen für einen Kurs der Mitte und gelten als mögliche Wegbereiter einer schwarz-grünen Koalition mit CDU und CSU im Bund.

          Beworben hatten sich auch der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck und der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Bundestag Anton Hofreiter. Da in der Partei eine Geschlechterquote gilt, war Göring-Eckardt als einzige weibliche Kandidatin bereits gesetzt, während die drei Männer um die zweite Spitzenkandidatur konkurrierten.

          Göring-Eckardt wurde mit 70,63 Prozent von der Basis klar bestätigt. Özdemir gewann bei den Männern mit 35,96 Prozent extrem knapp. Habeck holte nur 75 Stimmen weniger und kam auf 35,74 Prozent. Hofreiter vom linken Flügel der Partei erhielt 26,19 Prozent. 59 Prozent der etwa 61.000 Grünen-Mitglieder beteiligten sich an der Wahl.

          Obwohl Habeck nur um wenige Stimmen unterlag, verzichtete er nach Angaben von Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner darauf, die Wahl anzufechten und eine Neuauszählung zu verlangen. Die beiden Spitzenkandidaten wollen am frühen Nachmittag in Berlin vor die Kameras treten.

          Die Grünen suchen in der Regel an der Spitze den Ausgleich zwischen dem linken und dem bürgerlichen Parteiflügel. Bei der ersten Basis-Wahl der Spitzenkandidaten hatten sie Göring-Eckardt an die Seite des Parteilinken Jürgen Trittin gestellt. Bei der Bundestagswahl 2013 holte das Duo nur enttäuschende 8,4 Prozent. Die Grünen hatten sich im Wahlkampf damals ein Image als Partei der Steuererhöhungen und Bevormundung zugezogen. Viele schrieben das später vor allem dem Kurs Trittins zu.

          Das Motto der Urwahl: „Basis ist Boss“

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