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Mehr Gemüse : Grüne will Schulessen gesetzlich regeln

  • Aktualisiert am

Mehr Obst und Gemüse soll in der Schule serviert werden. Bild: dpa

Deutsche Schüler essen zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse. Das wollen die Grünen ändern. Per Gesetz, fordert Bärbel Höhn. Ernährungsminister Schmidt bekommt auch sein Fett weg.

          Grünen-Politikerin Bärbel Höhn hat eine gesetzliche Regelung zu Schulessen gefordert. „Es müssen Standards für die Ausschreibungen gesetzlich festgeschrieben werden, an die sich alle Caterer zu halten haben“, sagte die Vorsitzende des Bundestags-Umweltausschusses der Zeitung „Passauer Neuen Presse“ (Mittwoch). Zugleich machte sich Höhn für eine höhere Finanzierung der Beratungsstellen stark. „Das Mindeste wäre eine Erhöhung der Mittel für die Qualitätssicherung um zwölf Millionen Euro jährlich.“

          Eine am Dienstag vorgestellte Studie der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg war zu dem Schluss gekommen, dass Schülern in Deutschland zu viel Fleisch und zu selten Gemüse serviert wird.

          Höhn warf Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) vor, sich nicht nachhaltig für besseres Schulessen einzusetzen. „Er belässt es bei Appellen. Das reicht nicht“, sagte sie. Einen „Veggie Day“ wolle sie nicht empfehlen, da die Forderung „politisch verbrannt“ sei, sagte Höhn. Zugleich betonte sie: „Wer weniger Fleisch auf dem Speiseplan hat, hat mehr Geld für Gemüse, Obst und Rohkost.“

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