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Grünen-Chefs planen Kandidatur : Sie wollen in den Bundestag

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Führungsduo mit Ambitionen: Die Grünen-Vorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck im November 2018 in Leipzig Bild: dpa

Bei der Bundestagswahl 2017 trat Robert Habeck nicht an. Nun plant er für 2021 eine Kandidatur. Auch Annalena Baerbock will wieder um ein Mandat kämpfen. Sollten beide Erfolg haben, hätte das Folgen für die Zusammensetzung des Bundesvorstands.

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          Der Ko-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, will 2021 als Abgeordneter in den Bundestag einziehen. Er strebe an zu kandidieren, sagte der 50 Jahre alte Politiker am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Für einen anderen Grünen in Habecks Heimat Schleswig-Holstein hat das Konsequenzen: Innenpolitik-Fachmann Konstantin von Notz, der bei den vergangenen Wahlen auf Platz 2 der Landesliste kandidierte, dürfte damit auf Platz 4 rutschen und könnte sein Mandat verlieren, wenn die Grünen nicht sehr gut abschneiden. Die nächste Bundestagswahl findet regulär im Herbst 2021 statt.

          Nachdem Habeck Anfang 2018 gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Annalena Baerbock (39) zum Grünen-Führungsduo gewählt worden war, musste er sein Ministeramt in Schleswig-Holstein aufgeben – so wollen es die Regeln der Grünen. Er bekam nur eine Übergangszeit gewährt. Im sechsköpfigen Bundesvorstand dürfen auch nur zwei Abgeordnete sitzen. Sollten Habeck und Baerbock sich abermals zur Wiederwahl stellen, dürften außer ihnen also keine Mandatsträger im Vorstand sitzen. Denn auch Baerbock will wieder für den Bundestag kandidieren, wie ein Sprecher des Bundesvorstands sagte.

          Die Amtszeit der beiden endet im November 2021, also wohl nach der Bundestagswahl. Sollten die Grünen dann mitregieren und Baerbock oder Habeck Minister werden, dürften sie der Parteisatzung zufolge nicht an der Parteispitze bleiben.

          Der 49 Jahre alte Konstantin von Notz sagte der dpa, seine Partei habe Habeck an die Spitze gewählt und deswegen sei es „völlig konsequent und auch richtig und wichtig“, dass er auf Platz 2 der Landesliste kandidiere. Die ungeraden Plätze sind bei den Grünen den Frauen vorbehalten. Die Grünen im Norden kalkulieren aber damit, dass sie bei einem Ergebnis um 15 Prozent nach der nächsten Wahl mindestens fünf Abgeordnete stellen können, wenn es nicht doch noch zu einer Wahlrechtsreform kommt.

          Zur Wahl 2017 hatte Habeck auf eine Bundestagskandidatur verzichtet. Nun sagte er der dpa: „Es zeichnet Konstantin als Freund und Politiker aus, dass er so auf die Sache schaut.“ Das entspreche dem „kollegialen Stil“, mit dem in Schleswig-Holstein gearbeitet werde.

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