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Rudolph SPD-Schattenminister : Hessens Grüne wollen zwei Direktmandate holen

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Der Vorsitzende und sein Schattenminister: Thorsten Schäfer-Gümbel (Mitte) mit Günter Rudolph (links) Bild: dpa

Hessens Grüne rechnen sich in Darmstadt und Frankfurt je ein Direktmandat bei der Landtagswahl aus. Die SPD strebt derweil nach höherem. Verkehrsexperte Rudolph soll dabei an herausgehobener Position helfen.

          Die hessischen Grünen wollen bei der Landtagswahl am 28. Oktober zwei Direktmandate holen. Bisher war ihnen noch keine Direktwahl gelungen, wie ein Sprecher mitteilte.

          Die beiden Landesvorsitzenden Angela Dorn und Kai Klose sagten in Wiesbaden, aktuelle Prognosen sähen die Grünen-Kandidaten in den Wahlkreisen 38 (Frankfurt V) und 49 (Darmstadt-Stadt I) bei den Erststimmen vorne. In Frankfurt tritt Marcus Bocklet an, in Darmstadt-Stadt Hildegard Förster-Heldmann.

          Selbstbewusst: Angela Dorn und Kai Klose, Co-Landesvorsitzende der hessischen Grünen

          „Immer mehr Menschen sehen unsere Politik mit Vernunft, Augenmaß und Leidenschaft als Alternative zu den aufgeheizten scheinpolitischen Diskussionen“, begründeten Dorn und Klose die Prognoseergebnisse des Institutes „wahlkreisprognose.de“. Demnach liegt Bocklet derzeit mit 28 Prozent der Erststimmen vorn, Förster-Heldmann kommt laut Prognose auf 25 Prozent.

          Rudolph potentieller Minister für den ländlichen Raum

          Derweil wächst das Schattenkabinett des Vorsitzenden und Spitzenkandidaten der Hessen-SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel. Der parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Günter Rudolph, soll unter einen sozialdemokratisch geführten Landesregierung Minister für Verkehr und ländlichen Raum werden.

          Der 1956 in Kassel geborene Rudolph ist seit 1995 Mitglied des hessischen Landtags und seit 2009 parlamentarischer Geschäftsführer. Den Nordhessen, so Schäfer-Gümbel, zeichne unter anderem seine Entscheidungsfreude aus. Mit ihm werde es gelingen, wichtige Veränderungen in der Verkehrspolitik anzupacken.

          „Wie Mehltau“

          Rudolph selbst kündigte für den Fall einer Regierungsbeteiligung an, massiv in die Infrastruktur investieren zu wollen. 19 Jahre CDU-Regierung hätten sich „wie Mehltau“ über das Land gelegt. Nun müssten der öffentliche Nahverkehr gestärkt und die Straßen saniert werden. Zudem will Rudolph den ländlichen Bereich aufwerten, um die Lebensbedingungen für Menschen auf dem Land zu verbessern.

          Schäfer-Gümbel will bis Ende August alle Mitglieder seines Schattenkabinetts nominieren. Bereits vorgestellt wurde die SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser. Sie soll das Innenressort übernehmen. Der Regionalleiter der IG BAU, Hans-Joachim Rosenbaum, ist als Minister für Bauen, Wohnen und Landesentwicklung gedacht. Die Hochschulprofessorin Tanja Brühl ist für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst vorgesehen. Die Landtagswahl in Hessen ist am 28. Oktober. Derzeit regiert in Hessen eine Koalition von CDU und Grünen.

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