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Partei wird ostdeutscher : Grüne verbuchen Rekord-Mitgliederzuwachs

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Die Grünen haben besonders in Ostdeutschland Mitglieder gewonnen. Bild: dpa

Mehr als 10.000 neue Mitglieder habe die Partei im vergangenen Jahr dazugewonnen, berichtet Bundesgeschäftsführer Michael Kellner. Sie werde jünger, weiblicher und ostdeutscher, sagt er.

          Der Höhenflug der Grünen spiegelt sich auch bei der Zahl der Parteimitglieder wider: Die Partei verzeichnet für das vergangene Jahr die beste Mitgliederentwicklung seit ihrer Gründungsphase und ein Allzeithoch bei der Mitgliederzahl. Bundesgeschäftsführer Michael Kellner sagte der Zeitung „Die Welt“ vom Montag, seine Partei habe 10.246 neue Eintritte verbucht und zähle nunmehr 75.311 Mitglieder. „Wir werden jünger, weiblicher und ostdeutscher.“

          Besonders stark fiel der Zuwachs demnach in den ostdeutschen Bundesländern aus, wo die Grünen bisher große Schwierigkeiten hatten. So habe in Brandenburg die Zuwachsrate bei 26 Prozent gelegen, in Sachsen bei 23 Prozent und im Osten insgesamt, ohne Berlin, bei rund 19 Prozent, sagte Bundesgeschäftsführer Kellner. Bundesweit stieg die Zahl um 15,75 Prozent.

          Der Frauenanteil, bei den Grünen traditionell höher als bei den anderen Parteien, sei „noch einmal leicht gestiegen, von 39,8 auf 40,5 Prozent“, sagte Kellner weiter. Zudem sei das Durchschnittsalter durch die vielen Eintritte von 49,5 Jahre auf glatte 49 Jahre gesunken.

          Kellner führte den Zulauf in Ostdeutschland auch auf das Erstarken der AfD zurück. „Das Auftauchen von AfD und Pegida hat die Menschen wachgerüttelt. Sie wollen sich für Demokratie, für Weltoffenheit engagieren.“ Darüber hinaus gebe es auch in den ostdeutschen Ländern „große Sehnsucht“ nach einer sauberen Umwelt, nach Naturschutz, nach Erhalt von Artenvielfalt, nach einer anderen Landwirtschaft und nach Klimaschutz.

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