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Strategische Schwierigkeiten : Gegen das Vorurteil der weltfremden Grünen

Wie weiter? Die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck im Dezember zu Beginn der Vorstandstagung Bild: dpa

Die Kompetenzen, die in der Corona-Krise gefragt sind, gehören nicht zum grünen Kerngeschäft. Was bleibt, ist die Rolle des konstruktiven Kritikers. Aber wird man so Regierungspartei?

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          In der Krise befinden sich die Grünen plötzlich in einer strategisch schwierigen Lage. Die meisten Bürger sind mit dem Corona-Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. Die Forderung, mehr auf die Wissenschaft zu hören, die in der Klimakrise verfängt, würde ins Leere gehen. Nichts anderes tun die Kanzlerin und ihre Minister.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Es würde auch nicht gut ankommen, wenn die Grünen in eine Haudrauf-Logik verfielen. Das wäre nicht vereinbar mit dem Bild von der Partei staatspolitischer Verantwortung, an dem die Grünen seit längerem arbeiten. Michael Kellner, der Bundesgeschäftsführer, hat die Stimmung in der Öffentlichkeit zu spüren bekommen, als er – in einem ganz anderen Zusammenhang, nämlich der Bewertung der bayerischen Kommunalwahl – Markus Söder, Bayerns Ministerpräsidenten, eine „Bauchlandung“ attestierte. „Deplaziert“, „total unpassend“ lauteten die Reaktionen unter dem Tweet. Andererseits muss eine Partei, die nach der nächsten Wahl gerne regieren würde, durch eigene Akzente auffallen, darf nicht nur die Vorschläge der Regierung abnicken.

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