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Aktuelle Umfrage : Grüne auf Platz eins – Union verliert sieben Prozentpunkte

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Kaum ist sie Spitzenkandidatin der Grünen, legt ihre Partei auch in Umfragewerten zu: Co-Bundesvorsitzende Annalena Baerbock Bild: AFP

Wäre heute Bundestagswahl, würden die Grünen wohl am besten abschneiden. Das zumindest ergibt eine aktuelle Forsa-Umfrage. Die Union rutscht dagegen deutlich ab.

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          Nach der Ausrufung von Annalena Baerbock und Armin Laschet als Kanzlerkandidaten von Grünen und Union sind die Forsa-Umfragewerte von CDU und CSU eingebrochen – die Grünen hingegen rücken auf Platz eins vor. Laut dem sogenannten RTL/Trendbarometer, einer beauftragen Umfrage beim Markt- und Meinungsinstitut Forsa, verändert sich die politische Stimmung zu Ungunsten der Union. Diese hat Armin Laschet am Dienstag zum Spitzenkandidaten auserkoren. Im Vergleich zur Vorwoche verlieren CDU/CSU sieben Prozentpunkte (von 28 auf 21 Prozent).

          Dass Annalena Baerbock und nicht Robert Habeck für die Grünen ins Rennen geht, beflügelt dagegen die Umfragewerte der Partei. Im Vergleich zum 13. April legen die Grünen fünf Prozentpunkte zu und stehen mit 28 Prozent nunmehr an Platz eins der Umfragewerte. Die SPD verliert zwei Prozentpunkte und kommt auf 13 Prozent. Die FDP gewinnt zwei, die Linke und die sonstigen kleineren Parteien gewinnen je einen Prozentpunkt. Lediglich bei der AfD ändert sich nichts.

          Viel Zustimmung für Baerbock

          Im Vergleich zu den aktuellen Zahlen haben sich die Umfragewerte in der Woche davor, vom 13. bis 16. April, nur unwesentlich verändert. Die CDU/CSU hatte also, anders als vielfach vermutet, durch den Wettbewerb zwischen Laschet und Markus Söder um die Kanzlerkandidatur keine Sympathien verloren.

          Darüber hinaus halten 54 Prozent der Deutschen es für eine gute Entscheidung, dass Annalena Baerbock Kanzlerkandidatin der Grünen geworden ist. 23 Prozent hätten es besser gefunden, wenn Robert Habeck Spitzenkandidat geworden wäre. Unter den Anhängern der Grünen begrüßen 79 Prozent die Nominierung Baerbocks.

          32 Prozent der Befragten finden es demnach gut, dass sich der CDU-Bundesvorstand mehrheitlich für Armin Laschet als Kanzlerkandidat der Union ausgesprochen hat. 47 Prozent wäre Markus Söder lieber gewesen. Von den Unions-Anhängern hält eine deutliche Mehrheit die Entscheidung für Laschet nicht für gut: 58 Prozent der CDU-Anhänger und 88 Prozent der CSU-Anhänger hätten Söder den Vorzug gegeben. Fünf Prozent der CSU-Anhänger finden es gut, dass Laschet die Union in den Wahlkampf führt.

          Kritik am Verfahren der Union

          Negativ wird von den meisten Bundesbürgern auch gewertet, auf welche Weise Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten der Union gekürt wurde. 66 Prozent der Befragten hätten ein Verfahren, „bei dem auch die CSU beteiligt gewesen wäre“, besser gefunden. 26 Prozent finden es richtig, dass allein der CDU-Vorstand über die Kanzlerkandidatur Armin Laschets bestimmt hat. Auch die meisten Anhänger der CDU (72 Prozent) und der CSU (88 Prozent) sehen dieses Verfahren kritisch.

          Am Dienstagabend sagte der frisch gewählte Kanzlerkandidat der Union in der ARD, dass er auf seine Kritiker zugehen wolle. Sein Ziel sei es immer gewesen zu versöhnen, zuzuhören und Gegensätze zusammenzubringen.

          Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 13. bis 20. April 2021 erhoben. Hierfür befragte das Institut 3505 Menschen, davon 1502 Befragte am 20. April. Laut Angaben von Forsa liegt die Fehlertoleranz bei +/-2,5 Prozentpunkten.

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