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Mecklenburg-Vorpommern : Zahlreiche Kontakte zwischen Regierung und Nord Stream 2

Manuela Schwesig besucht im Oktober 2020 in Lubmin, wo die Pipeline Nord Stream 2 anlandet. Bild: dpa

Zwischen der Landesregierung in Schwerin und der Nord Stream 2 AG gab es im Zusammenhang mit der „Klimastiftung“ etliche Kontakte, wie Dokumente belegen. Der Druck auf Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wächst.

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          Der Druck auf Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wegen ihres Einsatzes für die russisch-deutsche Gaspipeline Nord Stream 2 wächst. Führende Grünen-Politiker äußerten gegenüber der F.A.Z. deutliche Kritik an der Sozialdemokratin. „Die Verwebung zwischen der Schweriner Landesregierung und dem russischen Staatskonzern Gazprom waren stets verheerend und müssen nun endlich aufgearbeitet werden“, sagte der Grünen-Vorsitzende Omid Nouripour. Schwesigs bisherige Einlassungen dazu seien „schlicht zu wenig“. Nouripour fügte hinzu: „Ein ,Huch, war wohl ein Fehler‘ wird da nicht reichen.“

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Auch der Grünen-Politiker Anton Hofreiter fordert eine eingehende Untersuchung. „Wie die Regierung in Mecklenburg-Vorpommern sich zum Handlanger von Nord Stream 2 machte, um den Bau der Ostseepipeline zu befördern, muss dringend aufgeklärt werden“, sagte Hofreiter der F.A.Z. Ein Untersuchungsausschuss sei „absolut notwendig“. Eine erste Rücktrittsforderung hatte zuvor der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen erhoben. „Wenn die zuletzt in Medien beschriebenen Sachverhalte zutreffen, dann kann Frau Schwesig nicht im Amt bleiben; das ist völlig ausgeschlossen“, sagte Röttgen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

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