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Wegen „verbaler Entgleisungen“ : Grüne in Tübingen wollen Boris Palmer nicht mehr

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Polarisiert: Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer (noch Grüne) Bild: dpa

Wegen seiner regelmäßigen umstrittenen Äußerungen stellt sich nun auch der Tübinger Grünen-Stadtverband gegen Oberbürgermeister Boris Palmer. Es sei „vor allem wichtig, dass Boris Palmer nicht mehr grüner OB-Kandidat 2022 wird“.

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          Wie der Landesvorstand der Grünen in Baden-Württemberg stellt sich auch die Spitze des Tübinger Stadtverbandes gegen sein Parteimitglied, Oberbürgermeister Boris Palmer. „Für uns Tübinger Grüne ist vor allem wichtig, dass Boris Palmer nicht mehr grüner OB-Kandidat 2022 wird“, erklärte der Stadtvorstand am Montag. Man werde ihn wegen dessen wiederholter verbaler Entgleisungen nicht mehr bei der Nominierung für eine Kandidatur um das Amt des Oberbürgermeisters unterstützen. An dieser Haltung habe sich seit Mai nichts geändert.

          „Ob Boris Palmer daraus eine Konsequenz zieht, ist seine freie Entscheidung“, hieß es ein einer Stellungnahme zu Palmers Versuch einer Wiederannäherung vom Wochenende beim Parteitag in Reutlingen. Nachdem Palmer in einem Interview erklärt hatte, er wünsche sich eine „Versöhnung“, erklärten die beiden Landesvorsitzenden Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand, der Beschluss des Landesvorstands, dass Palmer der Austritt nahegelegt und nicht mehr unterstützt werde, gelte unverändert.

          Ministerpräsident Winfried Kretschmann und der Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagten, sie fänden eine Versöhnung gut, ohne Details zu nennen. Palmer hatte es sich bei vielen Grünen unter anderem wegen seiner umstrittenen Äußerungen über ältere Menschen in der Corona-Pandemie verscherzt („Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“).

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