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Großer Zapfenstreich : Späte Anerkennung für die Bundeswehr

  • -Aktualisiert am

Großer Zapfenstreich der Bundeswehr vor dem Reichstagsgebäude zur Beendigung des Einsatzes in Afghanistan Bild: Daniel Pilar

Es war notwendig, dass die Politik den Einsatz in Afghanistan offiziell gewürdigt hat. Die Lehren aus dem dortigen Debakel hat sie aber noch nicht gezogen.

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          Der Bundespräsident hat einen wahren Satz gesagt, als diese Woche in Berlin die Soldaten der Bundeswehr für ihren Dienst in Afghanistan geehrt wurden. Der Einsatz am fernen Hindukusch habe die Armee geprägt wie kein anderer in ihrer Geschichte, führte Steinmeier aus.

          In der Tat war es nicht die damals hoch umstrittene Entscheidung zur Teilnahme am Kosovo-Krieg, welche die Bundeswehr zur Einsatzstreitmacht machte, sondern der zwanzig Jahre lange Kampf gegen Terrorismus und Staatszerfall in einem der rückständigsten und ärmsten Länder der Welt. In Afghanistan hat eine ganze Generation von Mannschaften, Unteroffizieren und Offizieren gelernt, was Krieg ist. Für die Bundeswehr, die ihn während des Ost-West-Konflikts nur geübt hatte, war das in jeder Hinsicht eine neue Erfahrung.

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