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Großeinsatz in Plattenbauviertel : Terroralarm in Chemnitz

  • Aktualisiert am

Verbrannt bis zu Unkenntlichkeit: Für den jungen Fahrer kam jede Hilfe zu spät. (Symbolbild) Bild: dpa

In der sächsischen Stadt Chemnitz läuft seit Samstagmorgen wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags ein Großeinsatz der Polizei. Eine Wohnung in einem Plattenbauviertel wurde gestürmt. Die Fahndung nach der verdächtigen Person geht weiter.

          Wegen eines möglichen Sprengstoffanschlags läuft seit Samstagmorgen ein Großeinsatz der Polizei in einem Chemnitzer Plattenbauviertel. „Es besteht der Verdacht der Vorbereitung eines Sprengstoffanschlags“, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes in Dresden. Bereits am Abend zuvor habe man einen Hinweis vom Verfassungsschutz erhalten, dass es zu einer ernsthaften Gefährdung kommen könnte.

          Ein Sprecher des Landeskriminalamtes sagte während des Einsatzes vor Ort, man habe Hinweise auf Sprengstoff in der gestürmten Wohnung gefunden, allerdings handele es sich nicht um große Mengen. Für genauere Angaben sei eine Untersuchung des Fundes nötig.

          Ein Haus im Fritz-Heckert-Wohngebiet war evakuiert worden. In der gestürmten Wohnung war ein gesuchter Verdächtiger nicht angetroffen worden. Die Polizei kündigte an, ein Fahndungsfoto zu der gesuchten Person herauszugeben. Man müsse davon ausgehen, dass die Person gefährlich sei, „jemand, der einen solchen Anschlag plant, der muss per se als gefährlich angesehen werden“, sagte der Sprecher des LKA in einem Video, das die Polizei Sachsen auf ihrer Facebook-Seite veröffentlichte.

          Bei dem Einsatz der Polizei gab es eine Explosion gegeben, die aber durch die „Zugriffsmaßnahmen“ der SEK-Kräfte ausgelöst worden sei, hieß es aus Polizeikreisen gegenüber FAZ.NET.

          Vor der Einheitsfeier am 3. Oktober in Dresden hatten unbekannte Täter zwei Sprengstoffanschläge auf eine Moschee und ein Kongresszentrum in der sächsischen Hauptstadt verübt. 

          Ein Sprecher des Landeskriminalamtes sagte dem MDR, die Polizei sei seit der Nacht im Einsatz. Sie habe Hinweise erhalten, dass es Planungen für einen Sprengstoffanschlag gab. Der Sprecher widersprach Meldungen, wonach eine Person mit Spengstoffgürtel angeschossen worden sei. Das könne er ausschließen.

          Die Polizei sprach zuvor auf Twitter von einer „statischen Gefährdungslage" und bat, das Gebiet zu meiden. Neugierde helfe in diesem Fall niemandem.

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