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Griechenland-Krise : Lafontaine fordert Ende des Euro

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Fiskalpolitisch schon immer umstritten: Oskar Lafontaine. Jetzt fordert er das Ende des Euro. Bild: dpa

Der frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine sieht die Krise in Griechenland als Beweis dafür, dass der Euro gescheitert ist. In einem Interview fordert er das Ende der Gemeinschaftswährung.

          Angesichts der anhaltenden Griechenlandkrise hat der frühere Linken-Chef Oskar Lafontaine ein Ende des Euro als europäischer Gemeinschaftswährung gefordert. "Der Euro ist ein Rückschritt im historischen Projekt der europäischen Integration", sagte Lafontaine dem „Spiegel" vom Samstag. „Der Euro ist schon gescheitert, wir dürfen uns da keinen Illusionen hingeben."

          Lafontaine für Rückkehr zur Währungsschlange

          Lafontaine plädierte dafür, zu der sogenannten Währungsschlange zurückzukehren, in der eine Bandbreite von Wechselkursen für die verschiedenen europäischen Währungen festgelegt wird. Griechenland werde nur dann wirtschaftlich wieder auf die Beine kommen, wenn es eine eigene Währung einführe, betonte Lafontaine.

          „Wichtig ist, dass Griechenland wieder die Möglichkeit erhält abzuwerten, um mit seinen Produkten wettbewerbsfähig zu werden", ergänzte der Linken-Politiker. Es sei  „überdeutlich", dass Griechenland „unter den gegenwärtigen Bedingungen einer starren Währung keinen wirtschaftlichen Erfolg" haben könne.

          Lafontaine gestand ein, dass er mit seiner Position im Widerspruch zur Führung der Linkspartei stehe, die am Euro festhält und einen Grexit ablehnt. Es sei für ihn „keine neue Erfahrung", in Fragen der Währungspolitik auf Widerspruch zu stoßen.

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