https://www.faz.net/-gpf-a1100

Milliardenhilfen : Greenpeace protestiert auf Reichstag gegen späten Kohleausstieg

  • Aktualisiert am

Greenpeace-Aktivisten hängen ein Banner vor den Reichstag Bild: AFP

Die Aktivisten von Greenpeace halten nichts vom Kohleausstieg bis 2038. Am Reichtstag bringen sie darum ein Banner an. Nicht nur sie wollen einen schnelleren Abschied von der Kohle.

          1 Min.

          Greenpeace-Aktivisten sind aus Protest gegen das geplante Kohleausstiegsgesetz der Bundesregierung auf das Dach des Reichstagsgebäudes in Berlin geklettert. Unter dem Schriftzug „Dem deutschen Volke“ brachten sie am Freitag ein großes Transparent mit der Aufschrift „Eine Zukunft ohne Kohlekraft“ an. Etwa zehn Menschen seien an der Aktion beteiligt, sagte Greenpeace-Aktivistin Lisa Göldner. Die Umweltschützer halten einen Kohleausstieg bis spätestens 2038 für zu spät. „Der Kohleausstieg kann und er muss schneller gehen“, sagte Göldner.

          Klimaaktivisten demonstrierten am Freitagmorgen auch zwischen Reichstagsgebäude und Bundeskanzleramt. Sie trugen Schilder mit der Aufschrift „Stopp Kohle!“.

          In Deutschland wird für den Klimaschutz spätestens 2038 das letzte Kohlekraftwerk abgeschaltet. Der Bundestag beschloss am Freitag das Ausstiegsgesetz und zugleich Hilfen für die betroffenen Kohleregionen sowie Entschädigungen für die Betreiber von zusammen über 50 Milliarden Euro. Im Gesetz sind Abschaltdaten für Braunkohle-Meiler und ein Ausstiegsplan für die Steinkohle verankert. Ziel ist ein Umstieg auf Erneuerbare Energien und auf das vergleichsweise klimafreundliche Gas ohne Härten für Regionen und Beschäftigte.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Stumpfe Klingen : Wenn Metall am Haar zerbricht

          Amerikanische Forscher wollten wissen, warum Rasierklingen sich abnutzen. Sie fanden heraus: Die Dinger werden überhaupt nicht stumpf. Das Problem liegt anderswo. Und langlebigere Klingen sind eventuell gar nicht erwünscht.
          Cornelia Koppetsch im Oktober 2019 auf der Frankfurter Buchmesse

          Plagiate bei Soziologin : Disziplinarverfahren gegen Cornelia Koppetsch

          Sie habe „rücksichtslos“ gehandelt, die gute wissenschaftliche Praxis sei gravierend missachtet worden: Eine interne Untersuchungskommission der TU Darmstadt findet deutliche Worte zu den Plagiaten ihrer Soziologin Cornelia Koppetsch.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.