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Gorleben-Ausschuss : Noch nicht so perfekt

Bundeskanzlerin Merkel an diesem Donnerstag vor dem Gorleben-Untersuchungsausschuss: „Sprachlich versuche ich mich weiterzuentwickeln“ Bild: dapd

Strahlend wie ein Endlager kam die Kanzlerin nicht aus dem Gorleben-Ausschuss heraus.

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          Es gibt wenig, was der Opposition mehr Spaß macht, als einen leibhaftigen Kanzler in einem Untersuchungsausschuss zu grillen. Insofern erlebten die Abgeordneten von SPD, Grünen und Linkspartei zwischen den vielen Feiern für die Helden und Veteranen der Union wenigstens auch ein paar schöne Stunden. Denn strahlend wie ein Endlager kam Angela Merkel aus dem Gorleben-Ausschuss nicht heraus.

          Der Versuch, ihre Äußerungen als Umweltministerin vor 17 Jahren zu einem Gutachten damit zu erklären, dass sie damals sprachlich vielleicht „noch nicht so perfekt“ gewesen sei, hat höchstens beim Obmann der Union verfangen.

          Am vorgefassten Urteil der Opposition, Frau Merkel habe gelogen, hätten aber auch überzeugendere Einlassungen nichts geändert. Schließlich wird hier ein Ritual vollzogen, mit Hilfe eines natürlich gänzlich unpolitischen Untersuchungsauftrags: Lagen dem Beschluss zur Erkundung Gorlebens nur rein fachliche Erwägungen zugrunde? Auf wenigen anderen Gebieten sind das Fachliche und das Politische so schwer auseinanderzuhalten wie im Streit über die Atomenergie.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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