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Deutsche Marine : Rumänischer Großsegler ersetzt „Gorch Fock“

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Sonnenaufgang im Hafen von Stralsund vor der „Gorch Fock I“, dem Vorgänger des Segelschulschiffs der Deutschen Marine und Schwesterschiff der „Mircea“ Bild: ZB

Seit über einem Jahr wird das Segelschulschiff der Bundeswehr repariert – für 75 Millionen Euro. Die Offizieranwärter-Crews müssen ausweichen – auf eine rumänische Bark.

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          Als Ersatz für die „Gorch Fock“ wird die Deutsche Marine den rumänischen Dreimaster „Mircea“ vorübergehend als Segelschulschiff für den Offiziersnachwuchs nutzen. Eine entsprechende Vereinbarung sei mit der rumänischen Marine getroffen worden, teilte die Marine am Montag in Rostock mit. Die „Gorch Fock“ wird seit über einem Jahr repariert – für 75 Millionen Euro.

          Vizeadmiral Rainer Brinkmann hatte bereits Ende Februar die Entscheidung für die „Mircea“ angekündigt. Es sollte aber noch geprüft werden, ob sich die Sicherheitsstandards der „Gorch Fock“ auch auf der „Mircea“ erfüllen lassen. „Wir werden diese Standards nicht unterschreiten“, sagte Brinkmann. Er wird die Vereinbarung am Donnerstag in Rostock erläutern.

          Die „Mircea“ ist wie die 1958 gebaute „Gorch Forck“ ein Dreimaster und mit 82 Metern ähnlich groß. Die rumänische Bark ist das einzige baugleiche Schwesterschiff der älteren „Gorch Fock I“, die 1933 in Dienst gestellt wurde und heute in Stralsund im Hafen liegt. Die „Mircea“ wurde wie die beiden „Gorch Fock“ in Hamburg auf der Werft Blohm + Voss gebaut und 1938 in Dienst gestellt.

          Die Marine plant laut Brinkmann, im Sommer mit der „Mircea“ auszulaufen. So könnte auch die derzeitige Offiziersanwärter-Crew noch das Schiff nutzen. Die „Gorch Fock“ soll 2018 wieder auf Ausbildungsfahrt gehen.

          Trotz teurer Reparatur : Rückblick: Die „Gorch Fock“ soll weitersegeln

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