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Glaubwürdigkeit in der Politik : Betroffenheit ist zum Kult geworden

  • -Aktualisiert am

Trump nach seiner Rückkehr ins Weiße Haus am vergangenen Montag. Bild: AP

Trump hat Corona am eigenen Leib studiert. Kann er jetzt besser Krisenpolitik machen? Wohl kaum. Auch andere Politiker könnten ruhig vom Betroffenheitszug abspringen.

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          Es schadet nicht, wenn Politiker Ahnung von der Materie mitbringen, für die sie zuständig sind. Wenn ein Arzt in die Politik geht, dürfte er im Gesundheitsministerium besser aufgehoben sein als im Landwirtschaftsministerium. Eine hinreichende Bedingung für Erfolg ist das freilich nicht. Das zeigen die beiden zuständigen Bundesminister: Jens Spahn: kein Arzt. Julia Klöckner: stammt immerhin von einem Weinbauernhof.

          Es ist sicher auch kein Fehler, wenn Politiker sich mit gewisser Selbstverständlichkeit in Milieus bewegen, deren Interessen sie vertreten oder von denen sie zumindest gewählt werden wollen. Bei Gerhard „Acker“ Schröder war das so – und doch hat er Hartz IV eingeführt und sich im Brioni-Anzug fotografieren lassen. Auch mit seinen heutigen Tätigkeiten scheint er zu denen zu gehören, die ihr Herkunftsmilieu dafür bestrafen wollen, dass sie einst dazugehörten.

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