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Bundesfamilienministerin : Giffey will Freiwilligen mehr Geld geben

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Nach dem Ende des Wehr- beziehungsweise Zivildienstes 2011 war die Angst vor einem Notstand in sozialen Einrichtungen groß. Mit den Freiwilligendiensten FSJ und BFD konnte dies aufgefangen werden. Bild: dpa

390 Euro bekommen Teilnehmer am Freiwilligendienst derzeit pro Monat. Junge Leute aus einkommensschwachen Elternhäusern können sich dieses Engagement deshalb nicht leisten.

          Bundesfamilienministerin Franziska Giffey möchte junge Leute aus finanzschwachen Elternhäusern besser bezahlen, wenn sie sich in Freiwilligendiensten engagieren. „Wir prüfen, ob wir denen finanziell unter die Arme greifen können, die sonst nicht teilnehmen könnten“, sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstag.

          Teilnehmer von Freiwilligendiensten bekommen derzeit in der Regel nur ein Taschengeld von bis zu 390 Euro pro Monat. Deswegen könnten sich das vorwiegend junge Menschen aus gut situierten Elternhäusern leisten, erklärte Giffey. Viele andere dagegen müssten möglichst schnell ihr eigenes Geld verdienen.

          Giffey hatte bereits angekündigt, den Bundesfreiwilligendienst attraktiver machen zu wollen. Eine ebenfalls diskutierte Dienstpflicht für alle Schulabgänger hält sie für verfassungsrechtlich schwierig.

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