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Online-Landesparteitag : Giffey ist SPD-Spitzenkandidatin für die Wahl in Berlin

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Virtueller Applaus: Franziska Giffey nach der Verkündung ihrer Wahl zur SPD-Spitzenkandidatin am 24. April in Berlin Bild: EPA

Mit einer Zustimmung von mehr als 85 Prozent wählt die Berliner SPD Franziska Giffey zur Spitzenkandidatin für die Wahl im Herbst. Sie will dann Nachfolgerin von Bürgermeister Michael Müller werden.

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          Die Berliner SPD hat Franziska Giffey nun auch offiziell zur Spitzenkandidatin für die Wahl zum Abgeordnetenhaus im Herbst gekürt. Auf einem Online-Parteitag am Samstag votierten 85,7 Prozent der Delegierten für die 42 Jahre alte Bundesfamilienministerin. Es gab 210 Ja-Stimmen bei 18 Nein-Stimmen und 17 Enthaltungen. Der SPD-Landesvorstand hatte Giffey bereits im November nominiert, kurz nach ihrer Wahl zur Parteichefin. Seither ist sie bereits im Wahlkampfmodus viel in der Hauptstadt unterwegs.

          Giffey war bis zu ihrem Wechsel in das Bundeskabinett 2018 Bürgermeisterin im Berliner Bezirk Neukölln. Sie will nach der Wahl am 26. September im Berliner Rathaus Michael Müller (SPD) beerben, der ein Bundestagsmandat anstrebt. Allerdings belastet die Politikerin die Affäre um mögliche Plagiate in ihrer Doktorarbeit.

          Abermalige Prüfung der Plagiatsvorwürfe

          Die Freie Universität Berlin (FU) erteilte ihr im Herbst 2019 wegen Mängeln in der Arbeit eine Rüge, entzog ihr aber nicht den Doktortitel. Nach breiter Kritik an ihrem Vorgehen kündigte die FU im Vorjahr eine abermalige Prüfung an, die noch andauert. Die Rüge wurde zurückgezogen. Giffey führt den Doktortitel nicht mehr und hat schon vor längerer Zeit deutlich gemacht, dass auch ein möglicher Entzug durch die Universität für sie nichts an ihrer Spitzenkandidatur ändere.

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