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C.G. Haenel : Der Underdog aus Thüringen

Neu im Angebot sei einigen Jahren: Waffen für Polizei und Militär in der Werkshalle in Suhl Bild: Foto Peter Carstens

Der Streit ums Sturmgewehr ist zu einer juristischen Schlammschlacht geworden. Wer sind diese Büchsenmacher aus Thüringen, die den Traditionslieferanten Heckler & Koch herausgefordert haben? Ein Besuch.

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          Die Bundeswehr möchte ein neues Sturmgewehr für ihre Soldaten bestellen. Das alte ist seit mehr als 20 Jahren im Dienst. Der Wettbewerb unter den Anbietern wird immer härter und zum Duell zweier Firmen: zwischen dem Traditionslieferanten Heckler & Koch (HK) aus Oberndorf am Neckar und der kleinen Firma C.G. Haenel aus Suhl in Thüringen. Ende der Woche treffen sie sich vor einem Kartellgericht in Bonn. Ausgang offen.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Zeitweise sah es aus, als ob ein ostdeutscher David den Goliath des Gewerbes besiegen würde. Die Suhler waren mit einem Sturmgewehr namens MK556 angetreten, zunächst mit gutem Erfolg. Bei dem Auftrag geht es um 120.000 Gewehre und etwa 240 Millionen Euro. Geld ist aber nicht alles, vor allem geht es um Reputation. Der Auftrag öffnet Tür und Tor für den riesigen Nato-Markt. Mitte September 2020 erhielt Haenel den Zuschlag.

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