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FAZ Plus Artikel Kommentar : Die Jugend schützen

Gewaltverherrlichung: Die Rapper Kollegah und Farid Bang haben in ihren Texten keinerlei Hemmungen. Bild: dpa

Gewaltdarstellungen überfordern Kinder. Doch die Unterhaltungsbranche will das nicht wahrhaben. Müssen wir bei der Indizierung neue Wege gehen?

          In einer Schule im nordrhein-westfälischen Lünen hat ein Fünfzehnjähriger einen Vierzehnjährigen erstochen. In Baden-Württemberg hat ein Siebenjähriger ein Messer mit in die Schule gebracht und seine Lehrerin beim Gerangel verletzt. Einige Schulen in Berliner Brennpunkten haben wegen der Zunahme von Gewalt private Sicherheitsdienste engagiert, etwa 300.000 Euro gibt allein Neukölln im Jahr dafür aus. In einem Brandbrief einer Saarbrücker Gesamtschule berichten Lehrer von Beschimpfungen sowie frauenverachtenden Angriffen („Ich rede mit Ihnen, wie ich mit Frauen rede“). Viele Lehrerinnen hätten Angst, bestimmte Schüler zu unterrichten. Kürzlich hat der Präsident des Lehrerverbandes Alarm geschlagen und auf die zunehmende Gewalt, Antisemitismus und Rassismus vor allem an Schulen mit hohem Migrantenanteil hingewiesen.

          Derbe Sprache und brutale Bilder

          Hat dieser beunruhigende Befund etwas mit Gangsta-Rap zu tun, der durch die Verleihung des mittlerweile abgeschafften „Echo“ an Kollegah und Farid Bang ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt ist? Genauso viel wie mit Ballerspielen im Internet und Splatterfilmen: Sie tragen bei zu einer Verrohung der Jugend, von der die genannten Beispiele zeugen. Diesen Vorwurf hat man auch schon den Beatles gemacht und den Stones. Aber vergleichbar ist das nicht. Gangsta-Rapper überbieten sich gegenseitig mit derber Sprache und brutalen Bildern. Gzuz von der „Straßenbande 187“ tropft im neuen Video „Was hast Du gedacht“ Blut aus dem Kopf, er fuchtelt mit Waffen und rappt: „Bring deine Alte mit, sie wird im Backstage zerfetzt – Ganz normal, danach landet dann das Sextape im Netz.“ Die Klickzahlen sind immens. Die Zahl 187 steht für den Mordparagraphen im kalifornischen Strafgesetzbuch.

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          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

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