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Gescheiterte Abschiebung : Was nach der Eskalation in Ellwangen geschah

„Rechtsfreie Räume“? Am 3. Mai 2018 führte die Polizei die Abschiebung von Yussif O. durch. Bild: Getty

Eine Abschiebung in Ellwangen scheiterte 2018 am Protest von Asylbewerbern. Eine heftige Debatte begann – die Polizei griff durch. Was wurde aus den Männern?

          5 Min.

          Die gescheiterte Abschiebung eines togolesischen Asylbewerbers sorgte im Mai 2018 für Schlagzeilen. Die Polizei hatte sich wegen protestierender Flüchtlinge in der Landeserstaufnahmestelle (LEA) in Ellwangen Ende April zurückziehen müssen, erst drei Tage später gelang es ihr bei einem Großeinsatz mit 500 Beamten, den Mann gemäß der Dublin-Verordnung nach Italien abzuschieben. Im Anschluss tobte eine Diskussion über „rechtsfreie Räume“, von einem angeblichen „Flüchtlingsmob“ von Ellwangen war die Rede.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Im Mittelpunkt des Ellwanger Falls stehen zwei Asylbewerber: der heute 27 Jahre alte Yussif O. aus Togo und der 31 Jahre alte Alassa M. aus Kamerun, ein Asylbewerber, der gegen die Abschiebung O.s protestiert hatte, den einige Politiker deshalb sogleich als „Rädelsführer“ und dessen Anwälte als „Anti-Abschiebe-Industrie“ beschimpften. Blickt man drei Jahre später auf den Fall, stellen sich einige Dinge als weniger dramatisch dar, andere könnten damals falsch bewertet worden sein.

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