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Sonntagsfrage : Wenig Zustimmung für AKK als Verteidigungsministerin

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Die CDU-Vorsitzende und Verteidigungsministern Annegret Kramp-Karrenbauer Bild: EPA

Die Sonntagsfrage zeigt ein eher durchwachsenes Stimmungsbild. Was die Deutschen über die Bundesregierung, die Klimapolitik und ihre neue Verteidigungsministerin denken.

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          Grüne und Union liegen in der Wählergunst laut einer aktuellen Umfrage gleichauf. Bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag würden jeweils 26 Prozent der Wahlberechtigten in Deutschland für die beiden Parteien stimmen. Das geht aus dem ARD-„Deutschlandtrend“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap vom Donnerstag hervor.

          Die Grünen bleiben somit auf dem Vormonatswert, die Union konnte einen Prozentpunkt gutmachen. Die AfD legt um einen Prozentpunkt auf 14 Prozent zu. Die SPD verliert hingegen einen Punkt und kommt auf 12 Prozent. Die FDP bleibt demnach unverändert bei 8 Prozent, die Linke verliert einen Prozentpunkt (7 Prozent).

          32 Prozent zufrieden mit Bundesregierung

          Die Zufriedenheit der Bevölkerung mit der Bundesregierung liegt mit 32 Prozent auf dem Niveau des Vormonats. Anfang Juli waren es drei Prozentpunkte weniger. Gut zwei Drittel gaben an, weniger oder gar nicht zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung zu sein (67 Prozent). Das sind drei Prozentpunkte weniger als noch im Vormonat.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt auf einen Zufriedenheitswert von 56 Prozent (plus zwei). Außenminister Heiko Maas (SPD) folgt mit 51 Prozent (plus sechs) vor Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) mit 48 Prozent (plus zwölf). Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind 42 Prozent zufrieden (plus zwei). Der Zufriedenheitswert mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) schnellt um 17 Punkte nach oben auf nun ebenfalls 42 Prozent. Grünen-Chef Robert Habeck erreicht 40 Prozent (plus drei). Es folgen FDP-Chef Christian Lindner mit 37 Prozent (plus sechs) und die Ko-Chefin der Grünen Annalena Baerbock mit 30 Prozent (plus vier). Die beiden Grünen-Vorsitzenden waren allerdings vielen Befragten noch unbekannt.

          CDU-Chefin und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer legt sechs Punkte zu, bleibt aber mit 28 Prozent auf einem der hinteren Plätze. Auch sagten 65 Prozent der Befragten, sie hielten die CDU-Politikerin für keine gute Besetzung an der Spitze des Verteidigungsressorts. Sogar bei den Unionsanhängern überwiegt mit 49 zu 38 Prozent die Skepsis.

          Die Deutschen wünschen sich in der Klimapolitik eher Anreize als Verbote. 72 Prozent sind dafür, mit Anreizen klimafreundliches Verhalten zu fördern. Nur 15 Prozent finden Verbote besser, um klimaschädliches Verhalten einzuschränken. Viel Geld darf Klima- und Umweltschutz nach ebenfalls breiter Meinung nicht kosten. Nur sieben Prozent der Befragten wären laut dem „Deutschlandtrend“ bereit, 101 Euro oder mehr pro Monat für entsprechende Maßnahmen auszugeben. 21 Prozent sind gar nicht bereit für zusätzliche Ausgaben, ebenfalls 21 Prozent würden bis zu 25 Euro pro Monat aufwenden, 20 Prozent könnten sich 26 bis 50 Euro vorstellen. 14 Prozent wären auch bereit, den Umwelt- und Klimaschutz mit einem Betrag zwischen 51 und 100 Euro pro Monat zu unterstützen. Die Förderung von Innovation und Forschung für mehr Umweltschutz halten 97 Prozent der Befragten für sinnvoll. 92 Prozent sind für einen Ausbau von erneuerbaren Energien und niedrigere Preise für Bahnfahrten. Bei Flugreisen halten 71 Prozent höhere Preise für sinnvoll.

          Für die Sonntagsfrage befragte Infratest Dimap von Montag bis Mittwoch 1503 Wahlberechtigte, für die übrigen Fragen am Montag und Dienstag 1003 Wahlberechtigte. Die Fehlerquote wurde mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkte angegeben.

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