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Gerichtsentscheid : Fünf Kilometer zur Kita nicht „wohnortnah“

  • -Aktualisiert am

Zu weit weg: Mehr als fünf Kilometer darf die Kita nicht vom Wohnort entfernt sein Bild: dpa

Ein- und zweijährige Kinder haben Anspruch auf einen Kita-Platz in Wohnortnähe. Das hat das Kölner Verwaltungsgericht entschieden. Die Kita darf demnach nicht mehr als fünf Kilometer vom Wohnort entfernt sein.

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          Der Rechtsanspruch auf einen wohnortnahen Krippenplatz ist nach einem Beschluss des Kölner Verwaltungsgerichts nicht erfüllt, wenn die Kita mehr als fünf Kilometer entfernt liegt. Der Eilentscheid ist einer der ersten Richtersprüche zum Recht auf einen Kita-Platz für Ein- bis Dreijährige. Am 1. August tritt der Rechtsanspruch in Kraft. Die von den Städten befürchtete Klagewelle blieb bisher aus.

          Das Gericht hatte zugleich entschieden, dass die Stadt Köln Eltern nicht auf einen Platz bei einer Tagesmutter verweisen dürfe, wenn diese die Betreuung in einer Kita wünschten. Dazu sagte Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, dass der Gesetzgeber hingegen ausdrücklich von der Gleichwertigkeit der beiden Betreuungsformen Tagespflege und Kita ausgegangen sei - zumal ein Drittel der Plätze bei Tageseltern entstanden seien.

          Die Stadt Köln kündigte an, zunächst die Urteilsbegründung zu prüfen, bevor sie entscheide, ob sie Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht in Münster einlege. (Aktenzeichen 19 L 877/13)

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