Generalsekretär Andreas Scheuer :
Die Doktoren der CSU

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Andreas Scheuer
Die Karriere von Generalsekretär Andreas Scheuer kannte bisher nur eine Richtung: steil nach oben. Mit dem Streit über den Doktortitel bröckelt die Fassade wie einst bei Guttenberg. Es gibt noch mehr Parallelen.

Andreas Scheuer, seit kurzem CSU-Generalsekretär, wurde 2004 promoviert, mit einer Arbeit über die „politische Kommunikation der CSU im System Bayerns“. Ob jeder Gedanke und jede Passage darin aus seiner Feder stammen, ist momentan ungewiss. Eines lässt sich aber sicher sagen: Wie politische Kommunikation in heller Not funktioniert, hat Scheuer verstanden. Sie muss schnell sein, und sie muss sich mit den bekannten Fakten arrangieren. So dauerte es nach einem F.A.Z.-Bericht über Ungereimtheiten im Zusammenhang mit Scheuers Promotion am Freitag nur ein paar Stunden, bis er die Reißleine zog. Er habe sich entschieden, „vom Führen des Titels künftig völlig abzusehen“, gab Scheuer bekannt. Eilig wurde seine Homepage bereinigt, bis alle Doktorgrade verschwunden waren. Ein vergleichsweise kleines Opfer, um ein viel größeres zu verhindern.

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