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„Revolution Chemnitz“ : Generalbundesanwalt erhebt Klage gegen Terrorgruppe

  • Aktualisiert am

Mutmaßliche Rechtsterroristen, die am Morgen in Bayern und Sachsen festgenommen wurden, erreichen den Bundesgerichtshof. Bild: dpa

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen acht Mitglieder der mutmaßlich rechtsterroristischen Gruppe „Revolution Chemnitz“ erhoben. Sie sollen einen bürgerkriegsartigen Aufstand geplant haben.

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          Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat Anklage gegen acht Mitglieder der rechtsextremen Gruppe „Revolution Chemnitz“ erhoben, wie „NDR“, „WDR“ und „Süddeutsche Zeitung“ berichten. Den Männern im Alter von 21 bis 31 Jahren wird demnach vorgeworfen, eine rechtsterroristische Vereinigung gebildet zu haben, um Anschläge zu planen.

          Nach Informationen der Medien sollten die Anschläge so aussehen, als seien sie von linken Gruppierungen begangen worden. Die Männer haben sich unter Führung von Christian K. auf dem Nachrichtendienst „Telegram“ zu eine Gruppe mit dem Namen „Planung der Revolution“ zusammengeschlossen. Sie sollen auch einen bürgerkriegsartigen Aufstand in Berlin geplant haben, berichtet der Rechercheverbund. Die Anklage stützt sich unter anderem auf die Auswertung von Chat-Protokollen. Die Gruppe war nach Erkenntnissen der Generalbundesanwaltschaft dabei, sich Waffen zu besorgen.

          Der Generalbundesanwalt war kurz vor dem Tag der Deutschen Einheit am 1. Oktober 2018 gegen die Gruppe vorgegangen – nach Hinweisen, dass für den 3. Oktober Gewaltaktionen in Berlin geplant gewesen sein sollen. Generalbundesanwalt Peter Frank hatte im März das Verfahren gegen „Revolution Chemnitz“ im Bereich Rechtsterrorismus als „eines der bedeutendsten Verfahren, die wir gegenwärtig führen“ bezeichnet.

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