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Geheimdienst rüstet auf : BND investiert 300 Millionen in neue Technik

  • Aktualisiert am

Nicht mehr auf dem neuesten Stand der Technik: Der Bundesnachrichtendienst Bild: dpa

Bei der Ausstattung gibt es beim BND keinen Vorsprung durch Technik. Der amerikanische Geheimdienst NSA ist den deutschen Spionen weit voraus beim Ausspähen im Internet. Nun wird für viel Geld modernisiert.

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          Der Bundesnachrichtendienst will seine technische Ausstattung nach Angaben aus Sicherheitskreisen für rund 300 Millionen Euro aufrüsten. Andere Geheimdienste wie die amerikanische NSA und der britische GCHQ seien dem BND in diesem Bereich weit voraus, sagte eine mit den Plänen vertraute Person am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Dies habe unter anderem die NSA-Affäre gezeigt. Ohne Modernisierung drohe der BND sogar hinter kleinere Partnerdienste in Staaten wie Spanien und Italien zurückzufallen.

          BND-Chef Gerhard Schindler hatte vor einigen Wochen eine technische Aufrüstung des Dienstes angekündigt, um neuen Gefahren aus dem Internet Herr zu werden. „Nur mit modernster Hardware können wir der rasanten Entwicklung im Cyber-Raum folgen“, sagte er. Es gehe um den Aufbau eines länderübergreifenden Frühwarnsystems, das Bedrohungen aus dem Internet mit technische Aufklärungsmethoden aufspüren solle. In den Datenpaketen werde dazu nach bestimmten Merkmalen von Schadsoftware geforscht. Die enge internationale Zusammenarbeit solle helfen, die Systematik einer Schadsoftware zu erkennen, noch ehe es zu Angriffen auf Computer in Deutschland komme.

          „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR hatten unter Berufung auf vertrauliche BND-Unterlagen berichtet, der Auslandsgeheimdienst wolle auch Vorkehrungen schaffen, um die sozialen Netze künftig in Echtzeit auszuforschen. Der BND wolle die Möglichkeit haben, Dienste wie Facebook und Twitter systematisch auszuwerten. Außerdem sollten mobile Geräte beschafft werden, mit denen sich Messdaten von Raketentests abfangen ließen.

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