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Reform von Aufenthaltsrecht : Geduldete Flüchtlinge sollen bleiben dürfen

In Heidelberg: Ein Flüchtling bekommt einen Ankunftsnachweis. Bild: Imago

Seit Jahren klagt die Wirtschaft über die Abschiebung von abgelehnten Asylbewerbern, die sich gut integriert haben. Jetzt handeln die Länder vor dem Bund – per Verordnung.

          3 Min.

          Das Café Schafheutle in der Heidelberger Innenstadt öffnet seit Anfang August montags nicht mehr. Der Grund ist der Personalmangel. Das 1832 gegründete Caféhaus ist eine Institution in der Universitätsstadt. Es liegt an der Hauptstraße. Wer vom Bismarckplatz in Richtung Heiliggeistkirche läuft, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit an der Konditorei mit der Gartenterrasse am Hinterhaus vorbei. „Eine solche personelle Situation hatten wir in unserer gesamten Firmengeschichte noch nicht“, sagt Ge­schäftsführerin Martina Schafheutle-Kübel.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Sie brauchte, um den Betrieb am Laufen zu halten, eigentlich drei Vollzeitkräfte für den Verkauf, zwei für die Küche und drei weitere für den Service. „Wir hangeln uns von Tag zu Tag und beschäftigen Studenten“, sagt sie. „Wir müssen Ausländer, die sich integrieren und die ihr Einkommen selbst erwirtschaften, doch unbedingt im Land halten.“ Schon jetzt arbeiten im Café Schafheutle Einwanderer aus Syrien, Gambia und Ägypten. „Die sind fleißig, und Heidelberg ist eine internationale Stadt.“

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