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Gauck erinnert an DDR-Volksaufstand : Worte eines Zeitzeugen

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Präsident und Zeitzeuge: Als die DDR-Arbeiter 1953 auf die Straße gingen, war Joachim Gauck 13 Jahre alt Bild: dapd

Bundespräsident Joachim Gauck erinnert in Kiel an die Menschen, die am 17. Juni 1953 ihr Leben riskierten. Bei der Niederschlagung des Aufstands starben bis zu 125 Demonstranten.

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          Bundespräsident Joachim Gauck hat während einer Festrede zum Weltwirtschaftlichen Preis an die Revolte in der DDR vor 59 Jahren erinnert. Am 17. Juni 1953 seien an mehr als 700 Orten in der DDR die „Menschen in den Aufstand gezogen“, sagte Gauck am Sonntag in Kiel. Dieser Tag stehe für den Einsatz von Menschen für ein besseres, freieres Leben.

          Die Aufständischen hätten 1953 ausgerufen: „Wir wollen freie Menschen sein“, sagte Gauck. Er habe dies als Kind am Radio mit verfolgt. Sie seien niedergeschlagen geworden, „aber ihr Mut und ihre Sehnsucht, die wollen wir nicht vergessen“. Am Ende hätte es „einen Versuch gegeben, der erfolgreich war“, fügte er mit Blick auf den Mauerfall 1989 hinzu.

          Demonstranten werfen am 17. Juni 1953 in der Leipziger Strasse (Ost-Berlin) Steine auf einen russischen T-34 Panzer
          Demonstranten werfen am 17. Juni 1953 in der Leipziger Strasse (Ost-Berlin) Steine auf einen russischen T-34 Panzer : Bild: dapd

          Am 17. Juni hatte es in Berlin einen Marsch der Arbeiter gegeben. Über Ost-Berlin wurde der Ausnahmezustand verhängt. Mittags griff die Sowjetarmee ein. Allein in Berlin fuhren 600 Panzer auf. Bilanz des vier Tage später beendeten Aufstandes waren 50-125 tote Demonstranten und etwa 15 Tote durch Racheakte der Bevölkerung.

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