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Außenpolitik als Leerstelle : Wir brauchen Debatte über globale Strategie

  • -Aktualisiert am

Vor sieben Jahren in München: Der damalige Bundespräsident Gauck forderte mehr deutsches Engagement in der Weltpolitik, Bild: dpa

Deutschland ist in der EU das stärkste und wichtigste Mitgliedsland. Doch über die Herausforderungen für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik wird im Bundestagswahlkampf von den Parteien kaum debattiert. Das muss sich ändern. Ein Gastbeitrag

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          Wir erleben einen weiteren Bundestagswahlkampf, der eine Kernfrage deutscher Politik nicht anspricht: die europäische und deutsche Außen- und Sicherheitspolitik. Deutschland war 2019 die drittgrößte Handelsnation und ist das stärkste Mitgliedsland der EU. Die Bundeswehr ist gegenwärtig in zwölf Auslandseinsätzen engagiert. Doch Deutschlands Rolle in der Welt ist offenbar kein wahlkampffähiges Thema.

          Vor sieben Jahren, auf der Sicherheitskonferenz in München, haben Bundespräsident Gauck Außenminister Steinmeier und Verteidigungsministerin von der Leyen abgestimmt angekündigt, dass Deutschland künftig mehr internationale Verantwortung übernehmen werde. Bei Konflikten wegzuschauen sei keine Option mehr, sagte Gauck. Zwar wurden die deutschen Streitkräfte umstrukturiert, um vor allem Auslandseinsätze zu erleichtern.

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