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Grenzort Neißeaue : Ganz im Osten

Martin Friedrich, links im Bild, hat den östlichsten Punkt eingerichtet. Warum, erklärt er Urlaubern gern. Und am 3. Oktober kommt er zum Feiern her. Bild: Robert Gommlich

Manche sagen, das hier sei das Ende der Welt. Aber was, wenn es ihr Anfang ist? Ein Tag am ­östlichsten Punkt Deutschlands.

          6 Min.

          Wie etwas aussieht, hängt sehr davon ab, von wo man es anschaut. Der Mond zum Beispiel erscheint von der Erde klein und fern, doch wenn man dort ist, groß und nah. Ähnlich ist es mit dem Osten. Wie auf dem Mond ist es dort sehr leer. Die Weltdeuter sind woanders. Sie schauen aus dem Westen auf den Osten, oder aus den großen Städten, die zwar im Osten liegen, aber anders als der Osten sind, Berlin, Leipzig, Dresden, denn da ziehen die Menschen hin statt weg. Näher kommt man dem Osten woanders, an einem Ort, der östlicher nicht sein könnte. Er liegt am Ufer eines Flusses unter einer hundert Jahre alten Eiche, ein Tisch und zwei Bänke stehen da. Drumherum Weizenfelder und Wiesen und Weiten. Das ist Sachsen, noch hinter Görlitz. Das ist der östlichste Punkt Deutschlands.

          Friederike Haupt
          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Man könnte denken, dort sei nichts los. Aber es geschieht bloß ziemlich unbemerkt. Zum Beispiel kommt da ein Mann des Weges, weißes Haar, kariertes Kurzarmhemd. Das ist Martin Friedrich. Wer ihn von Weitem sieht, könnte sagen: Ein alter Mann. Das stimmt, er ist achtzig. Aber er ist auch ein junger Mann, tatendurstig, neugierig.

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