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Tebartz-van Elst : Gänswein: Tebartz-van Elst - geht das noch?

Bischof Tebartz-van Elst Bild: dpa

Fünf Monate Pause hatte der Vatikan Tebartz-van Elst verordnet. Jetzt gehen die Beratungen über die Zukunft des Limburger Bischofs zu Ende. Mit einer Rückkehr rechnet kaum jemand.

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          Im Vatikan gehen die Beratungen über die Zukunft des Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst ihrem Ende entgegen. Der Bischof traf am Montagvormittag im Vatikan mit dem Präfekten der Kongregation für die Bischöfe, dem kanadischen Kardinal Marc Ouellet, zusammen. Wie am Montag bekanntgegeben wurde, hatte Ouellet am Samstag mit Papst Franziskus gesprochen. Ende vergangener Woche war der Apostolische Nuntius in Deutschland, Erzbischof Nikola Eterovic, kurzfristig zu Gesprächen nach Rom bestellt worden.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

          Ouellet hatte Anfang März den Bericht der Prüfkommission entgegengenommen, die über den Winter das Finanzgebaren des Bischofs und seines Generalvikars Franz Kaspar im Zusammenhang mit dem Bau des „Diözesanen Zentrums St. Nikolaus“ auf dem Limburger Domberg untersucht hatte. Papst Franziskus hatte dem 54 Jahre alten Geistlichen im Oktober eine „Auszeit“ verordnet. Diese währt mittlerweile fünf Monate.

          Der Bericht der Prüfkommission liegt auch Tebartz-van Elst vor. Veröffentlicht wurde er bislang nicht. Die Recherchen der fünfköpfigen Kommission, die von dem Paderborner Weihbischof Manfred Grote geleitet wurde, fiel dem Vernehmen nach nicht so aus, dass Tebartz-van Elst erhobenen Hauptes nach Limburg zurückkehren könnte. Andernfalls hätten die Sympathisanten des Bischofs sich längst in diesem Sinn öffentlich eingelassen. Statt dessen sagte der deutsche Kurienerzbischof Georg Gänswein nun dem „Mannheimer Morgen“, Rom müsse nun bald eine Antwort geben. Mit Blick
          auf Berichte über einzelne Gewerke wie eine Adventskranzaufhängung für 100.000 Euro sagte Gänswein: „Wenn die Zahlen stimmen, kann man wirklich nur den Kopf schütteln.“ Am Ende gehe es aber nicht mehr um „finanzielle Auswüchse“, sondern um die Frage „der Hirte Tebartz-van Elst und die Herde - geht das noch?“, so Gänswein nach einem Bericht der Katholischen Nachrichten-Agentur.

          Tebartz-van Elst steht in der Kritik, weil er die Höhe der Kosten des „Diözesanen Zentrums“ im Juni vergangenen Jahres wider besseren Wissens mit 9,85 Millionen Euro angegeben hatte. Mittlerweile steht eine Bausumme von mindestens 31 Millionen Euro im Raum. Im vergangenen November hatte das Landgericht Hamburg ein Strafverfahren gegen den Bischof wegen falscher Aussagen an Eides statt gegen die Zahlung von 20.000 Euro eingestellt.

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