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Gabriele Pauli gescheitert : Doch nicht Westerland

Sie wollte nach Westerland - und hoffte umsonst: die frühere bayerische Landrätin Gabriele Pauli Bild: dpa

Die frühere bayerische Landrätin Gabriele Pauli, die einst beim Sturz Edmund Stoibers mithalf, zog es in den Norden. Sie wollte Bürgermeisterin auf Sylt werden. Doch daraus wird nun nichts.

          Ein Sylter hat die Bürgermeisterwahl auf der Insel gewonnen. Im Mai zieht Nikolas Häckel in das Rathaus von Westerland ein. Die Stichwahl gegen die frühere CSU-Politikerin Gabriele Pauli gewann er mit 55 Prozent überraschend deutlich. Die Wahlbeteiligung lag allerdings mit 52,2 Prozent noch niedriger als im ersten Wahlgang, bei dem Pauli mit großem Vorsprung das beste Ergebnis gegenüber den damals fünf Mitbewerbern erzielt.

          Schillernde Kandidatin aus Bayern

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Durch die Kandidatur der schillernden Pauli, die den Syltern unter anderem ein eigenes Autokennzeichen im Wahlkampf versprochen hatte, fand die Wahl auf der Insel besonderes überregionales Interesse. So wurde der Wahlabend wegen der stark präsenten Medien nicht im Rathaus, sondern im Westerländer Kongresszentrum organisiert. Häckel, der auf Sylt geboren wurde und bis heute dort wohnt, allerdings in Kronshagen bei Kiel arbeitet, wurde von der SPD, dem Südschleswigschen Wählerverband und einer Sylter Wählergemeinschaft unterstützt. Er setzte auf einen unaufgeregten Wahlkampf: „Ich bin ich.“ Den Wahlkampf mit seiner prominenten Mitbewerberin nannte er skurril. Sein Ziel sei es, sagte er, das „insulare Denken“ zu befördern. Dafür bedürfe es vor allem einer schlagkräftigen Verwaltung.

          Sie wird es nicht, er wird es: der künftige Sylter Bürgermeister Nikolas Häckel am 14. Dezember nach dem ersten Wahlgang mit Gabriele Pauli

          Häckel löst Petra Reiber ab, die nach knapp einem Vierteljahrhundert im Rathaus nicht mehr angetreten war. Der Sylter Bürgermeister wird zwar entsprechend der Gemeindeverordnung von Schleswig-Holstein direkt gewählt, ist allerdings nicht mit entsprechenden Kompetenzen ausgerüstet. Häckel versprach, mit der Gemeindevertretung, deren stärkste Kraft die CDU ist, gut zusammenzuarbeiten.

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