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Ist 5G gefährlich? : Bürger, die sich fürchten

„Man schielt mit begierigem Auge danach, Bürger überwachen zu können", meint Diana Nocker. Bild: Jan Roeder

Der neue Funkstandard 5G soll Deutschland in die Zukunft führen. Viele fühlen sich jedoch bedroht und haben Angst. Entsteht eine neue Protestbewegung? Zu Besuch bei besorgten Menschen.

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          Die Smartphones, sagt Diana Nocker, möge bitte jeder ausmachen. Es gebe schließlich elektrosensible Personen hier im Raum. Zwölf Frauen und ein Mann haben den Weg nach Huglfing gefunden, einem Zweieinhalbtausend-Seelen-Dorf, das eine Autostunde südwestlich von München liegt. Sie alle wollen sich von Nocker coachen lassen, wollen wissen, wie sie Lehrer überzeugend davor warnen können, W-Lan an ihren Schulen einzuführen. Was die Gruppe noch eint, ist ihre Ablehnung des neuen Funkstandards 5G.

          Nocker hat im April die Bürgerinitiative "Stoppt 5G" gegründet, unter anderen mit Sabine Brenner, die ihr Küchenstudio "Wohnharmonie" für das Treffen zur Verfügung gestellt hat. Landauf, landab gründet sich in Deutschland eine Protestgruppe nach der anderen. Sie alle fürchten sich vor den gesundheitlichen Gefahren, die der neue Funkstandard in ihren Augen mit sich bringt. Viele schreiben ihre Gemeinden an, einige haben sich schon 5G-frei erklärt. Auch in europäischen Nachbarländern regt sich Widerstand, zum Teil mit einigem Erfolg.

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